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KOLUMNE | „Mama sein“ – (m)ein Leben mit Baby (7) – Mama sein und Frau bleiben

Schwanger mit einem neuen Wunder unter meinem Herzen bin ich im Leben als Mama eines 21 Monate alten Wirbelwindes angekommen, der schon bald ein Geschwisterchen bekommen wird. Unser Baby ist mittlerweile ein charakterstarkes Kleinkind geworden, das uns als Familie in so vielen Lebenslagen bereichert und wir sind überglücklich, so einen wunderbaren Sohn zu haben. Doch nun warten einige neue Herausforderungen auf mich. Denn auch wenn ich mich in (m)einem Leben mit Baby zurecht gefunden habe, wird bald alles anders sein. Ein weiteres Kind wird bestimmt für so einige unberechenbare Ereignisse sorgen, aus denen ich lernen werde und ich möchte euch nun wieder regelmäßig ein wenig über meinen Alltag als Mama erzählen. Mama“ – vier Buchstaben – ein Wort, eine Bezeichnung, (m)ein Leben mit Baby. 

Mama sein, Frau bleiben. Klingt manchmal einfacher als es tatsächlich ist. Für mich persönlich ist es beispielsweise wichtig, dass ich mich jeden Tag in der Früh zurecht mache, das bedeutet die Haare richten und mich schminken. Das mache ich immer gemeinsam mit meinem Sohn, der sich ab und an den Puderpinsel stibitzt und freudig damit in seinem Gesicht herumwedelt. Für mich war es vor meiner ersten Schwangerschaft wichtig, dass ich mich für mich und meinen Partner schick mache. Und das ist auch jetzt mit Kind und einem Baby in meinem Bauch noch genauso wichtig. Natürlich gibt es Tage, an denen das mal nicht klappt und ich weiß, dass mich mein Mann auch ungeschminkt, mit fettigen Haaren im Gammellook, verheult und mit heftigen Hormonschwankungen (Hallo Wochenbett!) genauso liebt, wie wenn ich in Jeans und Tank Top mit Mascara und Lidstrich durchs Haus laufe. Dennoch möchte ich auch als Hausfrau, Mama und Teilzeit-Bloggerin etwas gleichschauen. Und neben dem ganzen optischen und oberflächlichen Firlefanz zählt natürlich etwas anders viel mehr: Gemeinsame Zeit mit dem Partner und Zeit für mich selbst. Ich liebe mein Kind, ich liebe es Mama zu sein. Aber ich liebe auch meinen Partner und ich – verdammt noch mal – ich liebe auch mich! Und darum geht es heute in dieser Kolumne, um Selbstliebe und Liebe für den Partner. Um’s Fraubleiben. Leicht gesagt, aber nicht immer leicht umzusetzen.
Wenn ich mit mir selbst nicht zufrieden und im Reinen bin, merkt das mein Mann und auch mein Kind. Unter Dauerstress, Anspannung und Frustration (die zwar auch manchmal vom Kind ausgelöst werden können) kann man einfach keine relaxte Mutter sein und das Eheleben macht es auch nicht gerade einfacher. Ich kann dann aber auch nicht mit mir selbst umgehen und mag mich an solchen Tagen einfach nicht. Das kommt vor, das darf auch so sein. Es gibt nicht nur Tage voller Sonnenschein, guter Laune und perfekter Frisur sondern auch Tage an denen die Suppe kräftig versalzen ist, die Jeans nicht so passt wie sonst, meine Laune am Tiefpunkt ist und ich einfach für nichts Geduld habe. Diese Tage muss man akzeptieren und sie gehen glücklicherweise auch relativ schnell rum. Aber es gibt auch die Tage, an denen einfach alles perfekt läuft und diese Tage muss man genießen. Als Mama sollte man sich auch zwischendurch eine Auszeit gönnen, an Tagen, an denen alles schön ist und an Tagen, an denen einfach gar nichts passt. Ich habe bereits einmal im Mamatalk über Auszeiten im Alltag und das Frau bleiben gesprochen und kann nur an jede Mama appelieren, dass sie viel Selbstliebe und Zeit für sich in das eigene Leben integriert. Ich spreche jetzt bewusst nicht von Alltag oder einer Wochenplanung, denn das funktioniert nicht immer. Aber wenn es gerade passt, sollte man einfach mal Zeit mit einer Freundin verbringen, Zeit mit sich selbst oder eben Zeit mit dem Partner.
Der Valentinstag ist dafür eine gute Gelegenheit. Der Tag der Liebenden ist dafür da, dass man ihn als Liebender verbringt, wenn man denn in einer Partnerschaft ist. Mein Mann hat mich gestern ganz besonders überrascht. Mit einem Date zu zweit, von dem ich nichts wusste. Er hat meine Schwiegereltern zu uns gebeten, die auf Max aufgepasst haben, damit wir gemeinsam Essen gehen konnten. So saßen wir also bei Burger und Steak Fries und haben zu zweit – ganz ohne Kind (den Bauchbewohner zähle ich jetzt nicht mit) – über dieses und jenes gesprochen und es war wunderschön. Anschließend sind wir nach über einem Jahr wieder mal gemeinsam ins Kino gegangen und haben die Zweisamkeit sehr genossen. Einfach wunderbar und wirklich selten. Denn auch wenn man es sich vornimmt, öfter auszugehen, so klappt es nicht immer. Entweder ist das Kind krank oder die Haushaltskasse passt gerade nicht oder man ist einfach im Arbeits- oder Lern- oder Familienstress. Gerade darum war dieser Tag gestern so besonders wertvoll und ich möchte mich auch hier noch mal bei meinem Mann dafür bedanken. Seltern aber dennoch wunderschön. Denn wenn wir nicht ausgehen können, dann machen wir es uns einfach daheim gemütlich. Kochen uns was Leckeres, machen’s uns vor dem Fernseher gemütlich nachdem Max ins Bett gebracht wurde und plaudern über den vergangenen Tag. So einfach kann nämlich auch Zeit zu zweit sein. Zeit, in der man sich einfach mal nicht als Mama sondern als Frau fühlen kann. Gönnt euch das, nehmt auch mal bewusst eine Stunde nur für euch oder euren Partner. Redet mal eine Stunde nicht über das Mama-sein oder denkt mal nicht an euer Kind. Ihr seid deshalb keine schlechten Menschen. Ihr seid einfach Menschen.
Happy Valentinesday! 


4 Kommentare

  1. 14. Februar 2016 / 20:13

    So schön geschrieben, Liebes. Ich stimme dir absolut zu! Die Paarzeit kommt hier Job- und Unibedingt im Moment auch wirklich zu kurz, aber ich freue mich schon auf unsere kleinen geplanten Dinge, die wir dann uns immer vornehmen. Morgen hat F. zB frei und wir werden Abends gemütlich kochen und Film schauen, wie du es halt sagst: Zuhause gemütlich machen. Das ist wichtig und so toll! Die Überraschung ist B. dann ja wirklich gelungen, absolut toll!!!! 🙂

    • Anonym
      15. Februar 2016 / 15:34

      warum schreibst du B., wenn Sabrina hier schon so oft erwähnt hatte, dass er Bernd heißt? 😀

  2. 14. Februar 2016 / 21:10

    Ein wirklich schöner Text! Dieses Ziel sollte wirklich jeder für sich setzten 🙂

  3. 15. Februar 2016 / 13:04

    Wie schon auf Instagram, kann ich dir nur voll und ganz zustimmen.
    Ganz genau meine Denkweise. 🙂

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