FAMILYLIFE | 6 Monate Babyglück

Im vergangenen Monat hat sich so wahnsinnig viel getan, dass ich gar nicht weiß, wo ich zuerst anfangen soll. Nicht nur, dass Alexander bereits seit 3 Wochen sitzen kann und das mittlerweile auch schon völlig sicher, nein, er isst nun sogar täglich drei Breimahlzeiten und bekommt zwei Fläschchen. Es wurde also abgestillt. Noch dazu entwickelt er gerade seinen eigenen Charakter, brabbelt bereits los (Laute, die einem von mir wohl sehr oft gesagtem „nein-ein-nein“ ähneln, hören wir dabei besonders oft) und interagiert nun auch immer mehr mit seinem großen Bruder.  Aber alles der Reihe nach, beginnen wir mal mit dem Abstillen, das so plötzlich, aber genau richtig kam.

Bereits als Alexander fünf Monate alt geworden war merkte ich immer öfter, dass ihn die Muttermilch nicht mehr richtig satt machte. Er starrte richtig auf unser Essen, schmatzte immer wieder mit und tat sich dennoch zu Beginn des fünften Monats schwer mit der ersten Breimahlzeit (mehr dazu da und dort). Deshalb hatte ich beschlossen, eine Pause einzulegen und habe erst in der 20. Woche wieder mit Karottenbrei begonnen, der dann schon richtig gut weggegessen wurde. Dennoch änderte sich das Essverhalten beim Mittagsbrei fast täglich: mal waren es 80g, dann wieder nur 40g, dann über 100g und ich war ratlos. Alexander trank trotz Brei immer öfters von der Brust und wollte – obwohl er zuvor schon mehrere Nächte durchgeschlafen hatte – auch nachts wieder häufiger trinken. Ein bisschen verwirrt war ich da ja schon, hatte aber angenommen, dass es wohl nur eine Phase oder ein Entwicklungsschub sein musste. Als mich dann aber plötzlich ein Magenvirus niederstreckte und ich mehr als 24 Stunden kaum Nahrung und Wasser bei mir behalten konnte, ging trotz des Stillens die Milch weg. Es kam immer weniger nach und ich war innerlich schon ein bisschen hin und her gerissen zwischen abstillen und weiterstillen. Den Entschluss fasste ich dann nach meinem Bauchgefühl und machte es auch abhängig davon, wie Alexander das Fläschchen annahm und die wie gut er sich beim Essen tat. Die erste richtige Abendflasche mit Pre-Milch wurde zügigst geleert und verhalf ihm zu mehr als 8 Stunden Schlaf. Am Folgetag aß er plötzlich den gesamten Mittagsbrei (immerhin 190g) und verdrückte auch den ersten Obst-Getreidebrei am Nachmittag in Rekordzeit. Mich beschlich das Gefühl, dass es wohl an der Zeit war abzustillen, weil es auch für mein Baby das Richtige war. Und so kam es dann, dass ich noch vor unserem Familienkurzurlaub im AIGO** ruckzuck abgestillt hatte und es vor Ort bereits die ersten Fläschchenmahlzeiten gab.

Mittlerweile schläft unser Jüngster jede Nacht durch, trinkt in der Früh eine PRE-Flasche, isst gegen 9:00 Uhr einen Obst-Getreidebrei, mittags einen Gemüse-Fleischbrei, gegen 16:00 Uhr einen Milchbrei mit Obst und bekommt dann um 20:00 Uhr sein Fläschchen mit 1er Nahrung. Fünf Mahlzeiten, die ihn satt und fröhlich machen, denn Alexander ist ein richtig begeisterter Esser, der zwischendurch auch genügsam abgekochtes und lauwarmes Wasser trinkt. So beendete ich das Stillen bei meinem zweiten Kind also genauso wie beim ersten nach 5 1/2 Monaten. Ich habe es dieses Mal viel mehr genossen und bin froh, auch Alexander in den ersten Wochen und Monaten mit Muttermilch gestärkt zu haben. Nicht minder freue ich mich nun darauf, fleißig Breie zu kochen, BLW-Rezepte auszuprobieren und ihn bald auch an die Familienkost zu gewöhnen. Ein neues Abenteuer beginnt!

Und dann waren wir ja – wie schon erwähnt – auf Familienkurzurlaub in Oberösterreich, haben eine wunderschöne Adventszeit als Familie verbracht und ein feines Weihnachtsfest gehabt. Heilig Abend an sich war etwas chaotisch, alles andere als dem Bilderbuch entsprechend und ziemlich ernüchternd. Mein Mann und ich hatten uns die Bescherung und das Festessen zu viert etwas besinnlicher und irgendwie kitschiger vorgestellt als es dann tatsächlich war. Maximilian war ungeduldig, beschwerte sich über die Geschenke, nörgelte am Essen rum, war generell denke ich überfordert mit der Erwartungshaltung von uns Großen und völlig verblendet von viel zu vielen Geschenken. Im Nachhinein muss ich gestehen, dass ich froh war, dass ich an diesem Tag zwei Gläser Wein trinken konnte ;-).

großes Musselintuch – classic swaddle metallic collection von aden+anais*

Dennoch wollen wir uns nicht beschweren, denn unsere Kinder sind gesund, hatten viel Spaß, wir hatten einen wunderschönen großen Weihnachtsbaum, ein leckeres Essen und ein Dach über dem Kopf. Wir sind gesegnet mit dem was wir haben und wissen es zu schätzen. Ob da nun ein 2,5-jähriger mitten in der Trotzphase steckt und viel herumweint, sollte uns nicht vom Wesentlichen ablenken. Der Liebe zueinander und das Glück, eine gesunde kleine Familie zu haben. Wir haben aber als Eltern viel dazu gelernt und wissen nun, dass wir die Geschenke im nächsten Jahr definitiv reduzieren müssen, die Erwartungshaltung zurückschrauben werden und alles einfach etwas lockerer sehen.

große Decke- classic dream blanket aden+anais*

Ansonsten war das letzte Monat aber wirklich ganz wunderbar. Alexander ist immer noch der ruhige, ausgeglichene, neugierige und aufgeweckte kleine Junge, der er schon in den ersten Wochen seines Lebens war. Wenn er etwas möchte, dann kann er es aber auch lautstark einfordern und mittlerweile will er gar nicht mehr stillsitzen. Weil es mit dem Abstillen so gut geklappt hat und unser Baby etwas pflegeleichter als Max ist, haben wir uns auch getraut und gestern beide Kinder in die Obhut der Großeltern übergeben, um ein bisschen Zeit für uns als Paar zu haben. Ich habe meinen Mann mit einem Essen im Steakrestaurant und anschließend mit einem Besuch im Kino überrascht. Besonders toll fand ich ja, dass es sogar schon um 15:00 Uhr einen Actionfilm im Kino spielt. So eine elterngerechte Filmvorstellung hat uns dann also das erste Date seit langem – ohne Zeitstress – ermöglicht und es hat wahnsinnig gutgetan. Ab und an wollen wir uns nun auch so eine kleine Auszeit gönnen, in der wir unsere Kinder natürlich vermissen, aber dennoch ein bisschen Zeit für uns bekommen.

Was sich nun aber genau in den vergangenen +4 Wochen getan hat, könnt ihr jetzt im Detail nachlesen. Viel Spaß!

 

Sechs Monate Baby sein

Mit sechs Monaten bin ich 72-73cm groß und 8400g schwer. 

Ich trage Kleidergröße: 74 und manchmal auch schon 80

Ich trinke am liebsten: HiPP Pre, abgekochtes lauwarmes Wasser und seit neustem abends auch ein Fläschchen mit HiPP 1. Meine Mama hat mich aufgrund eines Magen-Darm-Virus nämlich mit 5 1/2 Monaten abgestillt. Ich finde das auch gar nicht schlimm, weil ich war dann trotzdem immer so durstig in der Nacht und wollte so oft trinken. Mit einer Morgen- und einer Abendflasche und meinen Breimahlzeiten habe ich jetzt aber mehr als genug und bin so pappsatt, dass ich durchschlafe.

Ich esse am liebsten: Alles was meine Mama mir kocht. Mama sagt immer, dass ich ein kleiner Speckbär werde, wenn ich weiterhin so viel esse, aber was soll ich nur machen, sie kocht eben so gut ;-). Ich esse nun drei Breimahlzeiten und davon am liebsten Karotten, gelbe Rüben, Süßkartoffeln, Kartoffeln, Hühnchen, Apfel, Banane und Mango. Weniger mochte ich Kohlrabi und Himbeeren. Außerdem habe ich schon folgende Lebensmittel gekostet und für gut befunden: Fenchel, Pastinaken, Erbsen, Gurke, Karfiol, Birne, Weintrauben, Pflaumen, Avocado.

Lieblingsbeschäftigung: Sitzen. Ganz klar, das würde ich gerne den ganzen lieben langen Tag tun. Egal ob auf dem Sofa, in meinem Stokke Tripp Trapp, bei dem ich nun endlich die Babyschale los bin oder auf der Krabbeldecke am Boden. Mama legt mir immer einen Umfallschutz aus Pölster bereit, damit ich mir nicht den Kopf anhaue, falls ich doch mal umkippe, was aber immer seltener passiert. Und ich beobachte gerne unsere Katzen…leider laufen die aber immer so schnell davon.

Das mag ich: Nach wie vor von Mama getragen werden, auf der Krabbeldecke sitzen und aus dem Fenster gucken oder mit meinem Bruder spielen, mit ihm springen und ihm und anderen Kindern im Indoor-Spielplatz zusehen. Ich kuschle auch gerne frühmorgens mit Mama im Bett, wenn alle noch schlafen und sie mich aus meinem Zimmer zu sich holt.

Das mag ich gar nicht: Für zu lange Zeit in der der Babyschale, also dem Autositz liegen. Irgendwie mag ich den nicht mehr so sehr, was aber wohl an der Position liegt, in der ich mich darin befinde. Mama sagt, dass es Zeit wird für den normalen Kinderautositz, aber da muss ich noch etwas schwerer und ein bisserl größer werden. Mein Bruder Max hatte den damals mit 7 Monaten schon erobert und ich glaube fast, dass ich dann auch in den Sitz rein darf. Yeah, Autofahren macht dann bestimmt noch mehr Spaß! Ach und ich mag das Um- und Anziehen gar nicht. Wenn dann nur im Sitzen oder etwas wackelig im Stehen. Liegen kannst du vergessen, das geht nur mit lauten Protesten!

Was ich diesen Monat gelernt habe: Sitzen, überall und immer, sogar in meiner kleinen Stokke Faltbadewanne bade ich jetzt sitzend. Dann wippe ich auch total lustig hin und her beim Sitzen, versuche mich ab und an schon hochzuziehen (zB im Gitterbett) was meine Mama etwas nervös macht. Ich brabble nun auch schon richtig viel vor mich hin.

Meine liebsten Spielsachen: Ball-Brummkreisel, eine Trommel, die Musik macht, eine Stoffkarotte vom großen Bruder, an der ich gerne knabbere und ein Musikwürfel

Musik Mobile von done by deer*

 

Sechs Monate Zweifach-Eltern

Neue Erkenntnisse: Beim Zweiten geht wohl wirklich alles schneller. Plötzlich kann Alexander sitzen, ist schon viel größer als Max damals zu der Zeit – obwohl unser Erstgeborener ja auch ein kleiner Riese ist – und die Zeit vergeht wie im Flug. In einem halben Jahr feiern wir schon wieder den ersten Geburtstag. Ist doch irre, oder?

Dafür fehlt die Zeit:  Und wieder einmal frage ich mich, wie ich diese irrsinnigen Wäscheberge nur alle waschen solle. Zwei Erwachsene, ein Kleinkind und ein Baby verbrauchen gerade in der kalten Jahreszeit so verdammt viel Wäsche, dass ich gar nicht mehr hinterher komme! Ich bin wirklich froh, dass ich in unsere AddWash von Samsung** jederzeit Kleiderstücke dazu werfen kann, denn ich finde wirklich immer wieder irgendwo ein Spucktuch, einen Socken oder sonstige kleine Kleidungsstücke, die in der Waschküche im Keller rumliegen.
 

Der glücklichste Moment: Eigentlich immer jene, wenn Alexander so herzlich lacht, sobald sein Bruder mit ihm spielt. Diese Geschwisterliebe ist noch so jung, aber dennoch ganz stark!

Das freut die Mama: Dass Maximilian jeden Tag einen größeren Bezug zu seinem Bruder findet und immer mehr mit ihm anfangen kann. Der Große will dem kleinen Bruder nun Geschichten vorlesen und besteht darauf, ihm jeden Abend das Fläschchen zu machen.

Das freut den Papa: „Wenn ich nach einem langen Arbeitstag nach Hause komme und mich meine zwei Burschen lachend begrüßen. Alexander ist mittlerweile auch schon richtig happy, wenn er den Papa sieht und strahlt immer wie ein Hutschpferd.“

Das haben wir diesen Monat mit unseren Kindern/als Familie gemacht: Wir hatten Besuch vom Krampus und waren auf Kurzurlaub, haben viel gebastelt und die Vorweihnachtszeit genossen. Als Familie zu viert haben wir das erste Familienfest verbracht, Silvester gefeiert und sind im Schnee rumgetollt.

Das war nicht so schön: Das brüderliche Band wird zwar jeden Tag stärker, trotzdem hatten wir schon einen Vorfall, der nicht so toll war: Max hat dem Zwerg richtig fest und komplett grundlos in den Finger gebissen hat. Aber das wird bestimmt nicht das letzte Mal gewesen sein. Die Grenzen werden halt auch im Geschwisterleben ausgetestet ;-).

Nächte/Schlaf: Bis zu 8-9 Stunden

Darauf freuen wir uns:
Viel Schnee und darauf, das erste Monat im neuen Jahr mit wundervollen Erlebnissen zu füllen und Erinnerungen mitzunehmen.
 

 

 

 

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** In freundlicher Zusammenarbeit

4 Comments

  1. Caro
    8. Januar 2017 / 21:26

    Ganz toll u liebevoll geschrieben
    Wie du die Zeit dafür findest? Verrückt
    Liebe Grüße Caro (mit Ella 30.09.2012 u Anna 22.08.2016)

    • Sabrina Sterntal
      11. Januar 2017 / 10:41

      Liebe Caro, vielen herzliche Dank <3.
      Ja manchmal frage ich mich auch, wie das klappt, aber wenn man etwas gerne tut, findet man irgendwie die Zeit dafär :-).
      Lieben Gruß,
      Sabrina

  2. Christin Riemann
    12. Februar 2017 / 20:44

    Hallo Sabrina hab dich gerade erst auf Instagram gefunden! Du schreibst so toll! Ich habe gerade diesen Text gelesen meine kleine Ella ist am 13.08.16 geboren. Ich hab hier auch das Problem mit den Satt werden. Wie hast du das gemacht mit der Milch einfach ausprobiert ob er es nimmt? Welche Flasche hast du zuerst gegeben. Ganz liebe Grüße aus Hamburg. Christin
    Ich würd mich auf Antwort freuen. Ich hätte soviele Fragen bezüglich abstillen! 😊

    • Sabrina Sterntal
      20. Februar 2017 / 14:08

      Hallo liebe Christin,
      ich habe wie bei Max die selbe Säuglingsnahrung verwendet, HiPP Pre und dann Hipp 1. Mittlerweile sind wir bei HiPP 2 und Alex ist jetzt auch schon Familienkost, weil er so aktiv ist und robbt und ihn die Breie nicht mehr satt machen. Bei der Flasche habe ich bei Alexander Philipps Avent Natursauger verwendet und bei Maximilian Flaschen von Medela mit Sauger :-).

      Liebe Grüße und toi toi toi, Sabrina

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