FAMILYLIFE | Schlaf, kleiner Bruder, schlaf – das Babybay im Praxistest

Endlich ist das Beistellbettchen befüllt – ein leise schlummerndes Baby liegt nun Nachts neben mir. Denkste! Ganz anders als der große Bruder ist unser zweitgeborener Sohn eine echte kleine Schnarchnase. Wenn er auf dem Rücken liegt und nicht so richtig tief und fest schläft, kommen die wildesten und lustigsten Geräusche aus ihm heraus, die meist recht lieblich sind, aber spätestens dann, wenn man mehrere Nächte kaum geschlafen hat, leicht nervig werden …

In einem früheren Beitrag (hier) habe ich euch unser Beistellbettchen von Babybay zum ersten Mal gezeigt. Damals waren wir noch voll freudiger Erwartung auf unseren Alex und auf die Zeit, in der er friedlich neben mir in seinem eigenen kleinen Bettchen schlafen würde. Warum es unser mittlerweile fünf Wochen alter Familienzuwachs aber bevorzugt, lieber auf meiner Brust als in seinem schicken Babybay einzuschlafen, verrate ich euch jetzt.

Unser Alexander ist – genau wie es sein großer Bruder war – ein Tragebaby. Er liebt die körperliche Nähe zu mir und kommt erst dann richtig zur Ruhe, wenn ich ihn schaukelnd und wippend durch die Gegend trage. Ich liebe es, mit meinem kleinen Sonnenschein zu kuscheln, obwohl es manchmal mühsam wird, wenn ich ihn die ganze Zeit am Körper tragen und dabei aber auch noch seinen großen Bruder bespaßen und einen Haushalt bewältigen muss. Dennoch sind diese Momente der Nähe zwischen Mama und Kind sehr kostbar und ich genieße sie in vollen zügen, denn ich weiß, wie schnell diese Phase vorbei ist.

Zubettgehen und nächtliches Stillen

Auch am Abend bzw. in der Nacht schläft er am besten auf mir ein. Bei uns läuft das so, dass ich mich mit Alexander nach dem gemeinsamen Bad mit seinem Bruder auf die Couch setze, ihn stille, ein bisschen durch das Haus trage und er dann auf mir einschläft. Ich lege ihn dann neben uns auf das Sofa, wo der Kleine weiterschläft und lasse den Abend mit meinem Mann ausklingen. Gegen 22:00 Uhr begeben sich dann auch seine Eltern in das Land der Träume und wir nehmen ihn mit hoch, wo wir ihn dann neben uns ins Babybay legen. Alexander schläft dort seelenruhig weiter, ehe er meist gegen 01:30 Uhr wach wird. Nach dem Stillen schläft der Zwerg meistens auf mir ein und aus Bequemlichkeit lasse ich ihn auch auf mir liegen, denn das Kuscheln ist mir wie schon gesagt einfach viel lieber, als dass ich Nachts um 2:00 Uhr mit ihm im Haus auf und ab laufe. Nichtsdestotrotz lege ich ihn – wenn er fest genug schläft und ich nicht auch völlig fertig weggedöst bin – in sein Babybay, denn wie auch bei Maximilian finde ich, dass es wichtig ist, dass ein Baby auch seinen eigenen Platz zum Schlafen hat und da tut dann auch der Abstand von der Mama ganz gut.Das Zubettgehen möchten wir in den nächsten Wochen noch so handhaben bis Alexander zehn oder zwölf Wochen alt ist, denn dann ist es an der Zeit aus dem elterlichen Schlafzimmer auszuziehen. Wie bereits im ersten Testbericht geschrieben, haben wir auch den großen Bruder damals zur gleichen Zeit ins eigene Zimmer ausquartiert, weshalb wir das auch bei Alex so handhaben wollen und höchstwahrscheinlich auch müssen. Denn weil unser Baby schon jetzt – mit mehr als einem Monat – recht groß ist, wird er wohl nicht lange im Babybay Platz haben. Wir haben das Babybay Trend*, das super schick und sehr praktisch ist, aber es ist nun einmal doch ein wenig zu klein für unseren sehr groß geratenen Sohn.

Aber mir macht das nichts aus, denn mein Mann und ich sind sowieso kein Fan vom Familienbett und im hübsch eingerichteten Indianerzimmer wartet auch schon das ehemalige Gitterbett von Maximilian auf Alexander.

Praxistest des Babybay Trend

Im Praxistest punktet das Babybay aber auf jedenfall bei uns. Alexander fühlt sich wohl darin und das kleine Beistellbett passt super an unser Ehebett. Einmal montiert, hält allen Anforderungen Stand und verrutscht nicht. Jeden Morgen wird das Babybay dabei auf eine harte Probe gestellt wenn Max zu mir und Alexander ins große Ehebett kommt. Denn während ich stille, kuschelt sich der große Bruder frühmorgens in die kleine “Koje” und springt dabei auch schon mal ausgelassen darin herum. Mir bleibt dabei zwar jedes Mal das Herz stehen, denn Maximilian ist mit seinen 27 Monaten auch nicht gerade klein und wiegt bereits 15kg, aber nichtsdestotroz gab es bisher noch keine Unfälle. Das Beistellbett hält demnach auch das Gewicht eines Kleinkindes aus.

Vor zwei Jahren haben wir bei Max in den ersten Wochen eine Wiege verwendet, auf der Rollen zum Schieben montiert sind, die dann neben dem Ehebett stand. Der Nachteil dabei war, dass ich immer aufstehen und Max aus der Wiege nehmen musste, wenn ich ihn stillen wollten. Gerade anfangs, wenn die Stillabstände doch sehr knapp sind, kam es mir vor, als würde ich nachts nichts anders tun, als Max ständig aus der Wiege heraus oder wieder hineinzulegen. Dieses Problem ergibt sich beim Babybay nicht, da ich mich nur zur Seite drehen muss, um den kleinen Bruder mit einer schnellen Handbewegung hochzuheben oder zu mir zu drehen. Für mich ein absoluter Pluspunkt eines Beistellbettchens.

Aber diese Nähe zu meinem Bett hat dennoch einen Nachteil, denn wenn ich dann am Morgen aufstehen will oder Nachts einmal eine Pipipause einlegen muss, fehlt mir der notwendige Platz um aus dem Bett steigen zu können. Da ich nun sowohl ein Nachtkästchen als auch ein Beistellbett mit einer Länge von 84cm an meiner Bettseite habe, bleibt mir nichts anders übrig als etwas umständlich ein großes Stück auf der Matratze nach vorne zu rutschen, damit ich an der Fußseite aufstehen und die Beine aus dem Bett schwingen kann. Die Wiege konnte ich hier viel einfacher zur Seite schieben, dafür nahm die wiederum viel mehr Platz im Schlafzimmer ein als das doch relativ platzsparende Babybay

Ihr seht also, es gibt vor und Nachteile, aber dennoch bin ich mit dem Beistellbett von Babybay sehr zufrieden und möchte es in den kommenden Wochen nicht missen. Denn bald kommt die Zeit, in der ich zwar wieder ohne Probleme aus dem Bett steigen kann, aber ein Zimmer weiter wandern muss, um Alexander zu stillen, wenn er in der Nacht aufwacht und Hunger bekommt. Die Zeichen dafür, dass dies nicht zu häufig der Fall sein wird, stehen momentan gut, denn zwischen 3-6 Stunden Schlaf am Stück ist bei uns alles dabei. Mal sehen, ob er auch so schnell durchschläft, wie sein großer Bruder. Wenn nicht, ist das aber auch kein Problem, da bereits ein bequemer Stillsessel im Kinderzimmer auf mich wartet ;-).

Und so schläft der große Bruder …

Vor der Geburt unseres zweiten Wunders hatte ich doch etwas Sorge darum, wie denn Max schlafen würde, wenn Alexander erst einmal bei uns ist. Würde der große Bruder eifersüchtig sein, weil er in seinem eigenen Zimmer und schlafen muss, während das Baby neben seiner Mama schläft? Würde ihn der Zwerg wecken, wenn er Nachts weint? Müsste ich dann neben dem Baby auch noch unseren Zweijährigen in der Nacht beruhigen müssen? Fragen über Fragen, auf die ich erst eine Antwort bekam, nachdem ich Alexander auf die Welt brachte. Und was soll ich sagen? Wie in den meisten Fällen war auch hier jegliche Sorge unbegründet und ich hätte mir den Kopf nicht zerbrechen müssen.

Jegliche Befürchtungen waren umsonst. Max schläft weiterhin wie ein Stein in seinem eigenen Bett und wird Nachts nicht einmal wach. Selbst wenn Alexander sehr unruhig ist und ein paar Minuten auf höchster Tonlage schreit, weil ihn ein Bäuerchen drückt oder etwas nicht passt, zuckt unser Großer nicht einmal mit der Wimper und das Babyphone im Piratenzimmer bleibt ruhig.  Maximilian hat von Anfang an akzeptiert, dass das Babybay für seinen kleinen Bruder gedacht ist und hat dies sofort als “Agisander Betti” abgestempelt.

Ihr könnt euch sicher vorstellen, dass ich über diese Tatsache sehr erleichtert bin. Daher mein Appell an alle werdendenden Zweifachmamas, die sich – so wie ich – viele Gedanken um die Schlafsituation bei Groß und Klein machen: Lasst es auf euch zukommen, macht euch nicht verrückt, denn am Ende klappt es so, wie es für euch und eure Kinder am besten sein wird. Ganz gleich ob Familienbett, Beistellbett, Gitterbett im Schlafzimmer oder Geschnarche aus dem Kinderzimmer.

 

 

 

 

 

* In freundlicher Zusammenarbeit mit Babybay

2 Kommentare

  1. 9. August 2016 / 6:30

    Das sieht echt niedlich aus. Ach es ist immer wieder interessant wie unterschiedlich Eltern alles machen 🙂
    Ist es für dich nicht zu "anstrengend" oder (ich übertreibe mal) nervig, dann immer zum Stillen in sein Zimmer gehen zu müssen?

    Ich empfand es als so angenehm, den Minimann damals einfach ranzuziehen und danach wieder in sein Bett zu schieben, was eben auch genau an unserem Stand. Wahrscheinlich wäre ich zu faul. 😀
    Aber ich hätte damals auch eine Etage runter gehen müssen.

    Die Bilder sind total schön.

    Liebe Grüße,
    Bell 🙂

  2. 10. August 2016 / 17:14

    Das Babybay-Bett hat bei uns gar nicht funktioniert… Wir haben das Beistellbett gekauft, weil alle davon schwärmten. Am Ende haben wir es fast gar nicht genutzt. Unser kleiner Floh hat nachts so viele Geräusche gemacht, dass er mit 6 Wochen in seinem eigenen Zimmer geschlafen hat. So läuft jetzt alles wunderbar! Da ist einfach jedes Kind und jede Familie anders…

    Liebste Grüße
    Julia

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