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TRAVEL | The Dublin Diary: Überraschungstrip nach Irland – Dublin in drei Tagen entdecken

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Endlich ist es raus: Mein Mann und ich, wir waren am Wochenende für 3 Tage in Dublin. Seit Monaten und Wochen plane ich diesen Secret-Birthday-Trip für meinen Mann, den ich ihm letzten Donnerstag zum Geburtstag geschenkt habe und nach Tagen der Vorbereitung und der Organisation kann ich endlich unser Dublin-Diary mit euch teilen. Wieso ich meinen Mann in die irische Hauptstadt entführt habe, was wir dort erlebt haben und welche Sightseeing- und Food-Tipps ich für euch habe, das verrate ich euch in einem neuen Traveldiary. Kommt mit, es gibt einiges zu erzählen…

Happy Birthday: The Dublin Surprise

Irland: Ein Land, das ich schon lange einmal besuchen wollte, vor allem wegen der Iren, denn ich mag den Akzent so unheimlich gerne und auch wegen all der gemütlichen Pubs, die ja irgendwie zur britischen und irischen Kultur dazu gehören. Pub ist auch schon das richtige Stichwort wenn es um meinen Mann geht, denn er fand es im vergangenen August so schade, dass wir in London (als er mich zum Hochzeitstag überrascht hatte) so wenig Pubs besucht haben. Weil wir in der britischen Hauptstadt mehr auf Sightseeing-Tour waren und die Pubs gerade im Zentrum meist zum Bersten voll waren, kaum Platz boten und sich immer eine wartende Menschenmenge davor sammelte, hatten wir irgendwie nicht den notwendigen Nerv für eine ausgedehnte Pub-Tour.

Dieses fehlende “Erlebnis” hat mich dann dazu gebracht, meinen Mann doch einfach nach Irland zu entführen. Pubs gibt es in Dublin zu Hauf, darüber hatte ich mich vorab erkundigt und weil mein Mann auch noch ein großer Whiskey-Fan ist, konnte ich mit einer Destillerie-Tour zudem trumpfen. Bei der Wahl des Reiseziels habe ich aber auch einfach nur auf mein Bauchgefühl gehört und das hat klar und deutlich gesagt: Bring Bernd nach Dublin! Dementsprechend habe ich Anfang September meine Schwiegereltern gefragt, ob sie auf unsere Kinder aufpassen könnten, danach Flüge und Hotel gebucht und ganz heimlich, still und leise einen Aufenthalt für drei Nächte in Dublin geplant. Ihr wisst gar nicht, wie schwer es für mich war, vorab nichts zu verraten, aber ich habe tatsächlich dicht gehalten und meinem Mann erst einen Tag vor dem Abflug von der Reise erzählt. Die Freude über diesen eigentlich nicht geplanten Urlaub war wahnsinnig groß und so stand uns ein neues Abenteuer bevor.

Flug nach Dublin über Aer Lingus

Bis dato haben wir uns bei Städteflügen immer für Austrian Airlines entschieden und sind so in den letzten Jahren mit der heimischen Fluglinie nach Santorini in die Flitterwochen oder nach Paris und London geflogen. Weil Austrian aber nicht direkt nach Dublin fliegt, sondern über Lufthansa einen Zwischenstopp in Frankfurt einlegt, habe ich mich gegen diese Option entschieden und stattdessen bei Aer Linugs gebucht. Aer Lingus ist eine irische Fluglinie, deren Markenzeichen der unverkennbar irische Shamrock ist, also ein dreiblättriges Kleeblatt, die nicht nur in Europa, sondern auch transatlantisch Fluggäste in die USA bringt.

Gebucht habe ich Hin- und Retourflug online über aerlingus.com, was reibungslos funktioniert hat. Weil wir einen sehr zeitigen Rückflug am Sonntag hatten (7:10 Uhr von Dublin weg), habe ich mich zusätzlich für zwei Tickets der Aer Lingus Lounge am Dubliner Flughafen entschieden. Der Vorteil dabei ist, dass wir so bereits um 5:00 am Flughafen in der Lounge Snacks und Getränke einnehmen konnten, ebenso wie gemütliches Netflixen via Wlan und uns so die Wartezeit vertreiben konnten. Rückblickend ist der Preis mit je 30€ pP aber doch etwas hoch angesetzt, denn die Auswahl an Snacks ist nicht so groß wie zum Beispiel in der Lufthansa Lounge in London, wo sogar ein Lunch-Buffet geboten wurde.

Was ich aber sehr praktisch fand war der frühe Online-Check-In bei Aer Lingus, denn ich konnte problemlos bereits am 04.11. unsere Boarding Pässe für den 07.11. und den 10.11. speichern und zu Hause ausdrucken, ohne mich im Urlaub direkt darum kümmern zu müssen.

Am Flughafen in Wien haben wir unser Auto im Parkdeck 3 abgestellt und dafür vorab ein Parkticket im Reisebüro gesichert. Dort erhält man eine Nachsteckkarte, also eine Art Gutschein für zB 4 Tage Parken am Flughafen in Wien und spart etwas Geld bei den Gebühren (93€ statt 138€). Über das Parkdeck 3 gelangt ihr unverzüglich in das Flughafen-Gebäude und auf dem schnellsten Weg zum Terminal 1A, bei welchem ihr auch eure Koffer am Aer Lingus Schalter abgeben könnt.

Da mein Mann mit einer Körpergröße von 197cm zu jenen Passagieren gehört, die im Flugzeug immer etwas beengt sitzen und kaum Beinfreiheit haben, habe ich vorab übrigens zum ersten Mal Sitze in der Notausgangsreihe reserviert und muss sagen: Es lohnt sich. Ich selbst zähle mit knapp 180cm schon als große Frauen und fand es sehr bequem, vom Knie an noch etwa 10cm Platz zum Vordersitz zu haben.

Das Flugpersonal an Board der Aer Lingus war sehr freundlich und bemüht, Hinflug und Rückflug waren sehr ruhig und die Snacks an Board kann ich auch empfehlen. Es gibt ein zur Saison passendes Menü-Heft in dem Frühstück, Lunch und Snacks abgebildet sind, die dann bei den Flugbegleitern kostenpflichtig bestellt werden können. Mein Mann und ich haben uns für Sandwiches entschieden und einen irischen Cider getrunken. Mein vegetarisches “Christmas Veggie Croque” Sandwich mit Brie, Cranberry und Babyspinat war so gut, dass ich mir das demnächst unbedingt mal zu Hause nachmachen muss.

Ankunft in Dublin: Busfahrten und Orientierung in der Stadt

Nach einer Flugzeit von ca. 2 Stunden und 25 Minuten sind wir sicher in Dublin am Flughafen angekommen und machten uns am Terminal 1 sogleich auf den Weg, unseren Gutschein für die DoDublin Karte* einzulösen. Die Karte haben wir von Get Your Guide* für Recherchezwecke zur Verfügung gestellt bekommen. Damit konnten wir sowohl den Transport vom Flughafen zum Hotel, als auch die DoDublin Hop-On Hop-Off-Tour in Dublin in Anspruch nehmen. Hinzu kommt, dass das Ticket sämtliche in Dublin fahrende Busse (also öffentliche Linien des Busverkehrs) inkludiert, weshalb wir hier gut voran kamen und uns ganz praktisch mit nur einer Karte 72 Stunden lang durch Dublin bewegen konnten.

Mit dem Airlink 747 gelangten wir in kürzester Zeit vom Airport in Dublin zum Zentrum, wo wir an der O’Connells Bridge in die Linie 4, 7a oder 7 umsteigen und direkt zu unserem Hotel im Stadtteil Ballsbridge fahren konnten. Das Hotel hat eine gute Anbindung an das Zentrum der irischen Hauptstadt, ist ruhig gelegen und sieht beinahe aus wie ein Schloss inmitten einer Stadt. Die Bushaltestelle ist gerade mal 1 bis 2 Gehminuten entfernt und trägt den Namen “British Embassy”, denn direkt neben dem Clayton Hotel in Ballsbridge ist die britische Botschaft stationiert.

Wir haben uns über den gesamten Reisezeitrum hinweg stets an der O’Connells Bridge als Ausgangspunkt für Sightseeing-Aktivitäten und den Nachhausewg ins Hotel orientiert. Generell haben wir uns vorwiegend im südlichen Stadtteil aufgehalten (Southside) und waren lediglich fürs Frühstück und einen Shopping-Trip in der Northside. Wie wir bei einer guided Bootstour auf der Liffey* (dem Fluss der Dublin in zwei Hälften teilt) erfahren haben, ist die Northside von Dublin heute eher für Finanzen zuständig und war ursprünglich für die “einfache Arbeiterklasse” vorgesehen, während die Soutside heutzutage technisch versierter ist und früher vermehrt die wohlhabende irische Bevölkerung beheimatete.

Unsere Unterkunft: The Clayton Hotel in Dublin

Bevor ich euch noch mehr über die Stadt Dublin erzähle und euch meine Food- und Sightseeing-Tipps (aber vor allem auch Pub-Tipps!) mitgebe, will ich euch unbedingt unser Hotel empfehlen. Da wir uns ausschließlich zum Schlafen im Clayton Hotel in Ballsbridge aufgehalten haben und es die meiste Zeit über dunkel draußen war, wenn wir im Zimmer waren (im November wird es erst gegen 7:30 Uhr hell in Dublin), konnte ich leider kaum Fotos bei Tageslicht knipsen, aber empfehlen kann ich euch das Hotel auf jeden Fall. Zum Einen finde ich die Lage toll, denn es ist ruhig, etwas abgeschieden und das Gebäude sieht wirklich toll aus. Das Clayton Hotel wird gerne als Hochzeitslocation genutzt, verfügt über ein eigenes Restaurant, eine Bar und einen Frühstücksraum (was wir aber alles nicht genutzt haben). Gebucht habe ich vorab via booking.com, wo ich die meisten Unterkünfte im Ausland buche, weil es meistens eine Storno-Möglichkeit gibt (ganz wichtig mit kleinen Kindern) und die Abwicklung ganz einfach funktioniert. Das Clayton Hotel bietet zudem die Möglichkeit an, dass man schon 1-2 Tage vorher einchecken kann.

Unser Zimmer befand sich im sechsten, also obersten Stockwerk, welches ein moderner und neuer Zubau ist. Die Zimmer können mit dem Aufzug erreicht werden, sind geräumig und verfügen über ein modernes Badezimmer. Ein weiterer Vorteil vom Clayton Hotel in Ballsbridge ist, dass es ein 24-Stunden Service an der Rezeption gibt, wodurch wir ganz einfach am Sonntag wieder zum Flughafen gelangten. Dafür haben wir uns übrigens ein Taxi über das Hotel bestellen lassen, das pünktlich war und in ca. 30€ gekostet hat. Zusätzlich würde es sogar einen Wake-Up-Call von der Rezeption geben, falls dies für Gäste notwendig ist.

Tag 1 in Dublin: Pub-Besuch im Stadtteil Temple Bar

Bisher hatte ich bei meinen Reisen nach London am ersten Tag immer Regen und kaltes Wetter, so auch in Dublin. Nachdem wir im Hotel unsere Koffer abgestellt hatten, machten wir uns aber sogleich mit einem Schirm bewaffnet auf den Weg in die Dubliner Innenstadt. Damit wir unsere Ankunft hier mit einem ausgiebigen Abendessen feiern konnten, besuchten wir das Quays Irish Restaurant im Stadtviertel Temple Bar. Diesen Tipp habe ich übrigens aus dem Dumont Reisefüher direkt in mein Google Maps notiert, was das Suchen und Finden von Restaurants, Sightseeing-Spots und generell jenen Orten, die ich in einer Stadt gerne besuchen wollte, viel einfacher machte. Der Stadtteil Temple Bar haben wir bei unserer Reise täglich besucht und ist absolut zu empfehlen. Wer auf enge Gassen mit Kopfsteinpflaster, viele Pubs, knallige Beleuchtung an den Fassaden und reges Treiben steht, der fühlt sich in Temple Bar bestimmt wohl. Ich würde sagen, hier steppt der Bär oder auch, hier geht man gerne auf ein Pint, trinkt Whiskey, schlägt sich den Bauch voll und genießt unheimlich tolle Live-Musik.

Nachdem wir reichlich Bier, Cider, Irish Stew und einen Burger gegessen hatten, machten wir uns auch sogleich auf eine kleine Pub-Tour bzw. ein Pub-Hopping, bei dem wir in jedem Pub mindestens ein Getränk getrunken haben. Die Live-Musik fanden wir dabei besonders in Quays Pub toll und im Auld Dubliner. Weniger gut hat uns das Oliver St. John Gogarty gefallen, denn ein Pub in dem Lady Gaga aus den Boxen dröhnt, das ist dann doch nicht ganz der Geschmack von meinem Mann und mir (also nichts gegen Lady Gaga, ich war sogar auf einem ihrer Konzerte, aber Pop-Musik muss ich jetzt nicht unbedingt in einem irischen Pub haben).

Was mir gleich in den ersten paar Stunden in Dublin aufgefallen ist: Die Stadt ist heimeliger und gemütlicher als London, keine Metropole mit zig modernen Hochhäusern, sondern irgendwie bodenständiger. Dieser Eindruck hat sich auch in den darauffolgenden Tagen bestätigt und als ich von einem Tourguide erfahren habe, dass das höchste Haus in Dublin nur 23. Stockwerke hoch ist und nicht höher gebaut werden darf, damit die irische Hauptstadt ihr einheitliches Bild behält, war mir auch sofort klar, wieso ich diesen Eindruck hatte. In London ist alles größer, lauter, verwinkelter und irgendwie verspielter, verschnörkselter…in Dublin hingegen sind die Häuser alle rechteckig, kleiner, mit viel Backstein erbaut und einfacher gehalten, was aber ebenso einen wahnsinnig tollen Charme ausmacht.

Tag 2 Sightseeing in Dublin und Schifffahrt auf der Liffey

Auf einen regnerischen Donnerstag folgte ein wunderschöner Freitag mit trockenem Wetter, reichlich Sonne und milderen Temperaturen. Diesen Tag kosteten wir von Früh bis spät voll und ganz aus indem wir bereits am Morgen zu Fuß am Trinity College vorbei spazierten, die Liffey überquerten und im nördlichen Stadtteil von Dublin bei Brother Hubbard frühstückten. Da ich auf Reisen das Mittagessen auslasse und stattdessen ausreichend frühstücke und dann erst wieder zum Abendessen in ein Lokal einkehre, darf es vormittags schonmal etwas mehr sein. Während mein Mann sich für eine Walnuss-Schnecke und ein getoastetes Sandwich mit reichlich Speck und Käse entschieden hatte, durfte es bei mir Toast mit Scrambled Eggs und Avocado sein, sowie ein warmer Porridge. Das Frühstück schmeckte wirklich sehr lecker, mir war es nur ein bisschen zu “langweilig”, weshalb wir uns am darauffolgenden Tag bei der Wahl nach dem Frühstückslokal nochmal richtig ins Zeug legten und auch ein passendes Lokal fanden. Mehr dazu aber etwas später.

Nach dem Frühstück machten wir einen Spaziergang über die Ha’Penny Bridge, die offiziell eigentlich Liffey Bridge heißt, ihren Spitznamen aber dem halben Penny (half Penny) verdankt, der früher als Wegzoll zu bezahlen war, und spazierten über den Stadtteil Temple Bar zur Hauptattraktion aller Pubs: Dem wunderschön geschmückten The Temple Bar Pub, das wohl der meist fotografierteste Hot Spot in Dublin ist. Das Pub an sich sieht aber nicht nur von außen richtig toll aus, sondern auch von innen, denn es ist derzeit über und über mit bunten Weihnachtskugeln geschmückt und ein richtig lauschiges Plätzchen, das aber auch gesalzene Preise hat. Für ein Kilkenny Bier und ein Gin Tonic bezahlt man dort schon mal 20€ – das Pub ist aber dennoch zu jeder Tages- und Nachtzeit mit reichlich Touristen gefüllt.

Nach einer kleinen Wegzehrung stürzten wir uns ins Shoppingvergnügen auf der Dame Lane, Grafton Street und South Anne Street, besorgten Souvenirs für die Familie und auch für uns (bei mir durfte ein neues Paar Dr. Martens einziehen) und suchten einen weiteren Instagram-Hotspot auf, die Zozimus Bar in Dublin, deren bunte Schirme so manche Blogger-Couples anlockt. In weniger als fünf Minuten sammelten sich gut 3 Insta-Couples an diesem Ort und allesamt hatten sie nur ein Ziel: Das perfekte Foto…das sie aber leider nicht bekamen, weil die Bar noch geschlossen hatte, einige Transporter davor standen und ja…das Ambiente nicht so richtig passte.

Nach unserem spontanen Shopping-Ausflug durch die Dame Lane und Grafton Street hatten wir noch ein Zeitfenster von in etwa  1 1/2 Stunden, ehe wir eine Bootstour auf der Liffey machten, weshalb mein Mann und ich ganz spontan das Irish Whiskey Museum aufsuchten und was soll ich sagen…dies war mitunter die beste Entscheidung. Bei der Tour (mit einem irischen Guide) haben wir so viel Wissenswertes über Irland und das Wasser des Lebens also Whiskey (ursprünglich Uisge Beatha genannt) erfahren, was uns bei den darauffolgenden Touren absolut von Nutzen war. So fand ich es beispielsweise total interessant, dass Whiskey seinen Ursprung in der Medizin hatte und damals Whiskey so produziert wurde, dass zuerst das Methanol (giftig und schädigend) abgeschöpft wurde, ehe das Ethanol (guter Alkohol) verwendet werden konnte. Weil dies aber manchmal daneben ging und manche Iren vom versehtnlichen Methanol-Konsum beispielsweise in ein Koma fielen, aus dem sie ein paar Tage später aufwachten, sie aber für Tot erklärt wurden und in einem Sarg tief unter der Erde vergraben waren, im Nachhinein aber Kratzspuren am Sargdeckel entdeckt wurden, kam der Brauch “Irish Wake” auf.

Die Angehörigen trauerten und feierten zugleich, in dem sie den Leichnam im Sarg aufbarten und mindestens drei Tage lang ein berauschendes Fest zu Ehren des Verstorbenen feierten, bei dem sie darauf hofften, das ein Wunder geschehen würde und der Tote wieder auferstehen würde. Manchmal klappte es, manchmal nicht, gefeiert wurde trotzdem. Und irgendwie passt das doch zum sehr geselligen Volk der Iren, das gerne feiert und dem Aberglaube (vor allem auf das Halloweenfest, auch Samhain genannt) nicht fremd ist. Aber wir haben auch viel über die Whiskeyproduktion in Dublin erfahren und waren so optimal für unsere Jameson-Destillerie-Tour am darauffolgenden Tag gebrieft. Die Tour dauert übrigens nur ca. 1 Stunde, kostet 20€ pP und beinhaltet auch eine Verkostung von drei Whiskey-Sorten. Kurzweilig, super interessant und auch noch ein bisschen berauschend – meine Empfehlung dafür.

Ein weiteres Highlight war die Bootstour auf der Liffey, die wir über Get Your Guide* gebucht hatten (diese Sightseeing-Attraktion wurde uns zur Verfügung gestellt) und die uns Dublin von einer ganz anderen Seite näher brachte. In gut 45 Minuten fuhren wir einmal die Liffey zum Teil ab und wieder zurück, an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten wie die Samuel Beckett Bridge (mit der Form einer Harfe) oder Silikon Valley (wie das Viertel in denen Facebook, Google und Co. ihre europäischen Headquarter haben, wegen der extrem niedrigen Steuern in Irland umgangssprachlich genannt wird) vorbei und konnten herzhaft mit dem Bootschaffner und dem Tourguide lachen, die so einen richtig erfrischenden irischen Humor hatten. Generell fahre ich gerne auch mal mit dem Schiff oder Boot, wenn ich in einer Stadt zu Besuch bin, weil man so viele Sehenswürdigkeiten aus einem anderen Blickwinkel sieht.

Anschließend besuchten wir noch das O’Neill Pub in unmittelbarer Nähe zur Molly Malone Statue, tranken erneut ein bisschen Cider und Bier und spazierten dann zu Temple Bar, wo wir auf die Empfehlung einer Leserin das Old Storehouse Pub besuchten und uns sofort wie zu Hause fühlten. Irische Live-Musik mit Banjo, einer spontanen Stepptanz-Einlage, reichlich Gin-Tonic und ein bisschen Finger-Food später waren wir ein etwas angeheitert, hatten richtig viel Spaß und einen erfolgreichen zweiten Tag in der irischen Hauptstadt erlebt. Sehr müde aber glücklich suchten wir noch vor 22 Uhr am Abend das Hotelzimmer auf und schliefen in den weichen Betten des Clayton Hotels wahrlich wie ein Stein.

Tag 3 Whiskey-Tour und Pub-Hopping + Tattoo

Der letzte volle Tag in Dublin war zugleich der 33. Geburtstag meines Mannes, den wir entsprechend der Feierlichkeiten gleich mal mit Whiskey auf nüchternen Magen zelebrierten. Eigentlich wollten wir uns ein kleines Frühstück beim Bäcker holen, ehe wir die Whiskey-Tour in der Jameson Destillerie mitmachten, aber zeitlich ist es sich dann doch nicht ausgegangen, weshalb wir das Whiskey-Tasting halt einfach so mitmachen. Spaß hatten wir dabei reichlich und die Tour ist auch super interessant und modern gemacht. Spätestens zu diesem Zeitpunkt fühlte ich mich wie ein echter Whiskey-Pro und habe die Spirituose auch für mich entdeckt. Wenn ihr jemanden kennt, der gerne Whiskey trinkt, dann solltet ihr unbedingt bei dieser Tour dabei sein.

Die stillgelegte Jameson-Manufaktur dient heute zwar nur noch den Schauraumzwecken und liegt etwas außerhalb des Dubliner Stadtzentrums, aber in der Nähe gibt es dafür ein leckeres Frühstückslokal, das auf den ersten Blick (ähnlich wie der Breakfast Club in London / Soho) für deutsche und österreichische Verhältnisse wirklich einen erschreckenden ersten Eindruck macht (einfach weil alles so sporadisch eingerichtet ist und man sich zum Bestellen am Tresen anstellen muss), aber ein wahnsinnig leckeres Frühstück bietet. Im Legit Coffee Co. haben wir uns bei warmen Scones, einem Pulled Pork Sandwich mit pochiertem Ei und Hollandaise-Sauce, Avocado-Toast mit Hummus und super leckerem Kaffee ordentlich den Bauch vollgeschlagen und sind anschließend über die Straßen zur St. Patricks Cathedral spaziert. Leider wird die Kirche gerade renoviert (ähnlich wie beim Big Ben in London habe ich mit manchen Sehenswürdigkeiten immer Pech), weshalb wir anschließend einfach wieder zur Grafton Street spaziert sind und uns dort das Stephen’s Green Shopping Centre ansahen.

Nach dem Sightseeing und der Stärkung beim späten Frühstück wollten wir uns am Nachmittag noch ein bisschen die Stadt mit dem Hop-On Hop-Off Bus der DoDublin Tour ansehen. Weil wir ja die 72-Stunden DoDublin Karte* für Dublin hatten, konnten wir an jedem passenden Punkt (die Haltestellen sind auf einem Plan eingezeichnet und zusätzlich an den jeweiligen Bushaltestellen ausgeschildert) einfach so auf- oder abspringen, wie der Name schon sagt. Mein Mann und ich, wir entschieden uns für den Startpunkt, also die erste Station der Tour, die sich auf der O’Connell Street befand. Danach gibt es mit dem grünen Bus über die Simon Beckett Bridge vorbei zurück zu Temple Bar, wo wir ausstiegen. Die Bus-Tour kann ich euch auf jeden Fall empfehlen, denn es gibt einige weitere interessante Infos zur Dublin-Tour, die der Fahrer auf humorige Art und Weise direkt über die Lautsprecher an seine Fahrgäste weitergibt.

Im Anschluss an die Sightseeing-Tour per Bus haben wir uns erneut ein Abendessen beim Old Storehouse geholt und unsere spontane Idee vom Vorabend in die Tat umgesetzt: Wir haben uns ein Tattoo in Dublin machen lassen. Ihr müsst wissen, mein Mann hatte bis zu dieser Reise kein einziges Tattoo, während ich ja doch großflächig tätowiert bin. Weil wir die Reise aber so schön fanden und uns gerne ein passendes Souvenir mit nach Hause nehmen wollten, plus der 33. Geburtstag meines Mannes dazu einlud, ließen wir uns beide ein kleines dreiblättriges Kleeblatt tätowieren. Während mein Mann sich den Shamrock am Knöchel stechen ließ, entschied ich mich für das Handgelenk und wir bereuen diesen Schritt nicht. Das Tattoo-Studio unserer Wahl befindet sich gegenüber vom Old Storehouse und heißt Connected Ink. Wir konnten ganz einfach via Walkin einen Termin ausmachen und standen nach gut einer Stunde mit neuem Tattoo auf den Straßen Dublins und mussten auf diese verrückte Aktion erst mal einen Whiskey trinken. Dazu kehrten wir im Porterhouse Pub ein, das anders als all jene Pubs, die wir davor besuchten, etwas moderner wirkte. Im Porterhouse gibt es kein Kilkenny und kein Guiness zu trinken, sondern ausschließlich selbstgemachtes Craft Bier und internationales Bier, dafür eine riesengroße Cocktailkarte und ebenfalls Live-Musik.

Bye Bye Dublin – See you soon

Ohne übertreiben zu wollen: Zusammengefasst hatten mein Mann und ich eine wunderschöne Zeit in Dublin und wir haben unsere Reise wirklich genossen. Von leckerem Essen über tolle Pub-Besuche, allerlei Sightseeing und schönen Erinnerungen, die wir gesammelt haben, war einiges dabei und ganz ehrlich…wir haben uns beide ein bisschen in die Stadt verliebt und sind uns sicher, irgendwann kommen wir wieder nach Dublin.

Wenn ihr jetzt durch meine Fotos und diesen Reisebericht auch Lust auf einen Urlaub in der irischen Hauptstadt bekommen habt, dann können euch meine Tipps hoffentlich weiterhelfen. Und über das Wetter solltet ihr euch keine Gedanken machen, denn auf Regen folgt so gut wie immer Sonnenschein und mit passender Kleidung macht auch ein nasser Städtetrip Spaß.

Alles Liebe,

 

 

 

 

*In freundlicher Zusammenarbeit mit Get Your Guide – Gekennzeichnete Aktivitäten wurden zur Verfügung gestellt

2 Kommentare

  1. Luisa
    13. November 2019 / 15:41

    So ein inspirierender und aufwendiger Beitrag! Vielen Dank für deine Mühe.
    Dublin ist schon lange auf unserer Bucketlist 🙂

    • Sabrina Sterntal
      Autor
      17. November 2019 / 22:36

      Danke liebe Luisa, es freut mich unheimlich, dass dir der Reisebericht gefällt und ich hoffe, du schaffst es ganz bald nach Dublin :-).
      Liebe Grüße,
      Sabrina

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