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FAMILY TRAVEL | Venedig mit Kindern: Meine Tipps für einen gelungenen Tagesausflug als Familie

Anlässlich unseres Urlaubs in Italien, genauer gesagt in Bibione (mehr dazu hier), wollten wir es uns natürlich nicht nehmen lassen und haben als Familie auch Venedig besucht. Ach, was hab ich mich auf diese schöne italienische Stadt gefreut, die ich bisher nur auf Fotos gesehen habe. Für euch habe ich ein paar Tipps zusammengefasst, die Familien mit kleinen Kindern bestimmt dabei helfen werden, einen schönen Ausflug in der magischen Lagunenstadt zu machen. Wo ihr das beste Eis bekommt, lecker Mittagessen könnt und mit welchem Verkehrsmittel ihr von eurem Strandhotel nach Venedig kommt, verrate ich euch gleich.

Die Anreise nach Venedig: Auto und Schiff

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um Venedig zu besuchen. Zum einen wird ein sehr günstiges Kombiticket von ATVO angeboten, das Urlauber aus Bibione, Lignano, Caorle oder Jesolo mit dem Bus direkt zum Hafen in Lido di Jesolo bringt. Je nachdem, an welcher Station ihr einsteigt, gibt es aber immer nur eine Hin- und Rückfahrt oder auch mehrmalige Bootstouren. Die Reise mit dem Bus hätte uns bestimmt weniger Geld gekostet, aber dafür mehr Nerven, schließlich haben wir zwei kleine Kinder im Alter von 4 und 2 Jahren, die wahrlich keine Freude daran hätten eine Stunde lang in einem Autobus sitzen zu müssen. Weil vor allem unser jüngster Sohn Alexander Hummeln im Hintern hat und niemals auch nur fünf Minuten lang still sitzen kann, haben wir uns also gegen die Busfahrt und für eine Autofahrt nach Punto Sabbioni entschieden. Die Fahrt hat zwar 1 Stunde und 15 Minuten gedauert, dafür haben zu dieser Zeit aber beide Kinder ein kurzes Vormittagsschläfchen gemacht. Wir sind also gegen 9:30 Uhr von unserem Hotel in Bibione weggefahren, haben uns auf einen gebührenpflichtigen Parkplatz direkt am Hafen gestellt (12-Std-Parkticket à 6€) und augenblicklich ein Schiff erwischt, mit welchem wir direkt von Jesolo nach Venedig zum Markusplatz gebracht wurden.

Die Fahrt mit dem Schiff war vor allem für unseren großen Sohn Maximilian sehr spannend, der die ganze Zeit über draußen an der Reling stand und von seinem Papa mit Argusaugen beobachtet wurde. Bereits als wir die “Skyline” von Venedig entdeckten, mit der Basilica de Santa zur linken Seite und dem Markusplatz zur rechten Seite, freuten wir uns tierisch auf das Erkunden der Stadt. Was ich bereits aus Rom kannte, also die malerischen alten Gebäude, Hausfassaden und engen Gassen, faszinierten mich in Venedig noch einmal aufs Neue. Für die Fahrt Hinfahrt mit dem Schaff haben wir übrigens 15€ bezahlt, für die Rückfahrt 10€. Die Preise variieren also stark je nach Anbieter und Schiff- bzw. Bootsgröße.

Venedig mit Kindern entdecken: Zu Fuß durch enge Gassen und über viele Brücken

Wenn ich an Venedig denke, dann habe ich sofort all die kleinen engen Gassen und Lagunen im Kopf. Wasser, das durch die Stadt fliest, viele bunte Häuser und natürlich viele kleine Brücken. Was kinderlose Paare nicht wissen, Eltern aber augenblicklich beim Wort Wasser und Brücken in den Sinn kommt ist, dass diese vielen Treppen und Stufen von kleinen Kinderfüßen oder Kinderwägen bewältigt werden müssen. Wenn eure Kinder gut zu Fuß unterwegs sind, dann spart euch den Kinderwagen! Solltet ihr mit Babys nach Venedig fahren, dann nehmt eine Trage oder ein Tragetuch, denn mit Buggy und Co. müsst ihr viel über Brücken heben. Bei 31°C Außentemperatur kamen mein Mann also ganz schön ins Schwitzen, denn während unser Maximilian alles zu Fuß ging, saß sein kleiner Bruder im Buggy. Natürlich hätte Alexander auch zu Fuß gehen können, weil er aber in einem Alter ist, in dem er lieber ausbüchst und auf eigene Faust seine Umgebung abcheckt, war es uns doch lieber, dass wir Venedig mit einem Kinderwagen erkundeten. Zum Glück ist unser Modell sehr leicht und lässt sich schnurstracks über die kurzen Treppen heben. Direkt am Markusplatz sowie am Hafen um die Ecke, wo auch die Anlegestellen der Schiffe sind, die Besucher von Venedig aus in alle Richtungen fahren, wurden die großen Treppen übrigens mit Rampen ausgestattet. Hier erspart man sich also das ständige Heben und Tragen.

Sobald man Venedig erreicht hat, empfiehlt es sich darüber hinaus nicht die typischen Routen, die einem Reiseführer empfehlen, mit all den Touristen, die sich vor allem im Sommer regelrecht durch Gassen drängen, zu nutzen, sondern Venedig lieber auf eigene Faust zu erkunden. Dazu müsst ihr auch nicht viel machen, außer drauflos spazieren. Lasst euch einfach durch die Gassen lenken und erkundet die Region, ihr werdet sehen, euch bieten sich viele schöne Ecken, grüner Fensterschmuck, Wäscheleinen überall, Gondeln, alte Türen und so manche schöne Geheimnisse. Um es für eure Kinder besonders spannend zu machen, könnt ihr euch auf die Suche nach Löwen machen, denn diese sind das Tier von Venedig, und diese zählen. An jeder Ecke sieht man Löwen, zum Beispiel den großen Markuslöwen am Markusplatz, aber auch an Hausfassaden oder Fahnen. Besonders cool fanden unsere Kids aber auch jene Gassen, die ganz dunkel und klein waren, weil sie unter Häusern durch führten und ein Echo erzeugten oder man schnurstracks durchlaufen konnte. Aber nicht nur Löwen gibt es genug in Venedig, sondern auch Tauben und oh, was macht es Spaß diese Tierchen mit lauten Rufen und weiten Sprüngen zu verscheuchen? Natürlich ist das nicht die feine Art, aber Kinder kann man so auch bei Laune halten, wenn sie keine Lust mehr aufs Spazieren haben und der nächste Eisladen doch noch ein paar Meter entfernt ist.

Pizza, Gelato und Co. – mit Kindern in Venedig essen

Weil wir zum ersten Mal als Familie in Venedig waren, habe ich mich vorab bei Instagram erkundigt und meine Leser nach ihren Tipps für das beste Eis oder die beste Pizza in Venedig erkundigt und allerlei Tipps erhalten. Zwei Empfehlungen haben wir getestet und waren davon so begeistert, dass ich sie auch euch nicht vorenthalten möchte.

Wenn ihr ein ruhiges Plätzchen sucht, an dem ihr richtig gut mit euren Kindern essen könnt, das weitläufig ist und wo eure Zwerge auch mal frei laufen können, ohne dass ihr Angst haben müsst, dass sie a.) sich in der Lagunenstadt verirren oder b.) ihr eure Kinder aus den Augen verliert, können wir euch das Birraria La Corte empfehlen. Das Restaurant ist sehr schön eingerichtet, bietet einen schattigen Außenbereich mit bequemen Stühlen und super leckeren Pizzen. Das Restaurant liegt nur wenige Gehminuten vom Grande Canale entfernt und ist gut erreichbar. Auf dem Rückweg haben wir durch Zufall einen kleinen Laden entdeckt, der die allerbesten Popsicles anbietet, die ich je gegessen habe. Das Bio-Eis aus dem Stickhouse Venezia schmeckt richtig schön erfrischend und wird neben fruchtigen Sorten auch in ausgefallenen Variationen angeboten, zum Beispiel als Mojiot-Eis. Eine weitere super leckere Eisdiele findet ihr bei GROM. Das Eis erinnert mich stark an den Eis Greissler und das Pistazie-Eis ist das beste, das ich je gegessen habe, weil es richtig nach den Nüssen schmeckt.

Generell würde ich es vermeiden, mit Kindern direkt an den großen Touristen-Plätzen zu essen, weil da einfach immer sehr viel los ist und die Preise auch noch mal richtig schön gesalzen sind ;-).

Nachdem wir gut vier Stunden in der schönen italienischen Stadt verbracht hatten, ging es für uns wieder mit dem Schiff zurück nach Venedig. Wir hatten eine richtig schöne Zeit in der Stadt und haben uns vorgenommen, diese noch einmal ganz ohne Kinder zu besuchen. Wir hatten richtig viel Spaß und unsere Jungs haben den Mini-Städtetrip auch gut mitgemacht, aber ohne Kinder, kann man einfach alles besser auf sich wirken lassen. Vielleicht schaffen wir es ja kommendes Frühjahr zum Karneval noch einmal nach Venedig, aber da haben wir auch keinen Stress.

Übrigens, die Fotos für diesen Beitrag habe ich nicht mit meiner Spiegelreflexkamera gemacht, sondern ausschließlich mit dem Smartphone, genauer gesagt dem Samsung Galaxy S9+. Bildbearbeitung habe ich danach mit den Apps VSCO sowie Lightroom CC durchgeführt.

Ich hoffe, mein kleiner Reisebericht hat euch nun ebenfalls Lust auf Venedig gemacht und ihr erkundet die Lagunenstadt demnächst auf eigene Faust.

Viel Spaß und arrivederci,

 

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