TRAVEL | Weekend Getaway – Süsser Oktober im Falkensteiner Resort am Katschberg

Wisst ihr, was ich schon ewig lange nicht mehr gemacht habe? Alleine Urlaub! Und mit alleine meine ich, dass ich mich ins Auto setze und drei Stunden durch Österreich fahre. Ganz ohne Mann und ohne Kinder. Und dann auch noch alleine in einem Hotelzimmer schlafen für zwei Nächte? Klingt verrückt, hat aber echt gutgetan. Anlässlich einer Genusswanderung, an der ich in Zusammenarbeit mit dem Tourismusverband Katschberg und dem Falkensteiner* Hotel Cristallo teilgenommen habe, durfte ich nämlich gemeinsam mit meiner Blogger-Kollegin Lilly von stillesbunt eine kulinarische Wanderung auf mehr als 1.800m Höhe machen und konnte das erste Mal seit langem auf dieser Pressereise richtig schön abschalten. Zumindest zwischendurch, für ein paar Minuten, denn ich habe natürlich fleißig Fotos für euch gemacht und zeige euch heute ein paar Eindrücke vom wunderschönen Katschberg, dem super gemütlichen und wahnsinnig schickem Falkensteiner Resort und erzähle euch davon, wie nahe Freiheit, Fernweh und Heimweh doch manchmal beieinander liegen können.

Gleich mal vorne weg: Ich habe bisher eigentlich noch nie Urlaub alleine gemacht, sondern immer mit meinem Partner oder einer Freundin, wie letztens in Italien. Alleine in einem Hotelzimmer zu schlafen liegt auch schon Jahre zurück und erinnert mich an so manche Weiterbildung, die ich beruflich – zum Beispiel in Deutschland – gemacht habe. Irgendwie war es auch ein wenig komisch, als ich am vergangenen Freitag nach Mittag alleine im Auto saß und mich auf den Weg nach Kärnten machte. Normalerweise sitzen ja immer Mann und/oder Kinder im Auto und wenn ich ohne Familie mit dem Auto fahre, dann eigentlich nie weiter als nach Wien und wieder zurück. Vorsichtshalber habe ich mich deshalb mit ausreichend musikalischer Beschallung ausgestattet, damit nur keine Langeweile aufkommen konnte, nur um dann doch die ganze Zeit über recht wenig auf die Gitarrensounds von Guns’n’Roses und Foo Fighters zu achten. Viel eher habe ich kopflos und ohne Gedanken die wunderschöne Herbstlandschaft genossen.

On the Road

Ja, man mag es kaum glauben, aber wenn man sich beim Autofahren mit niemandem unterhält und auch kein Kind am Rücksitz Fragen stellt, dann denkt man tatsächlich nicht viel nach. Eine Sache, die bei mir sehr selten bis gar nicht vorkommt, denn in meinem Kopf ist einfach immer was los. Sei es durch Gedanken an den Tagesplan als Mama, Erledigungen für den Haushalt, Deadlines für den Blog und noch ganz viele klitzekleine und eigentlich doch recht unwichtige Dinge, über die ich mir viel zu oft, viel zu viel den Kopf zerbreche. Als ich also bereits mehr als zwei Stunden über Schnell- und Landstraßen düste, entdeckte ich ganz plötzlich einen wunderschönen Laubbaum in ganz zauberhaften Herbsttönen und wisst ihr was? Ich hatte ganz spontan beschlossen anzuhalten. Just in diesem Moment hatte ich einfach das Bedürfnis auszusteigen, die Straße zu überqueren, mit den Kühen zu plaudern und ein Foto vom orange-roten Laub zu machen. Wäre ich ganz normal mit meiner Familie unterwegs gewesen, dann wäre so ein Pitstop wahrscheinlich nicht durchgegangen, weil entweder die Kinder oder mein Mann keine Lust dazu gehabt hätten und irgendwie fand ich genau diesen Zwischenstop in einem steirischen Dorf nahe der Grenze zu Kärnten richtig befreiend und musste die restliche Fahrt über schon ein bisschen über diesen beinahe rebellischen Akt schmunzeln. Ja, dieses Gefühl von Freiheit wird oft von Musikern besungen und irgendwie muss ich ihnen recht geben.

Falkensteiner Hotel Cristallo

Am Katschberg, dem Ziel meiner Pressereise, angekommen, staunte ich nicht schlecht über die aktuelle Wettersituation, denn erstens war es um gut 10°C kälter als bei uns im Flachland und zweitens rieselten ganz feine und zarte Schneeflocken vom Himmel. Schnee im Oktober…eine Sache, mit der ich eigentlich so gar nicht gerechnet hatte, die mich und meine Blogger-Kollegin Lilly aber freudig überraschte.

Gleich beim Betreten des Falkensteiner Hotels am Katschberg wird einem klar, wie familienfreundlich dieses 4-Sterne Superior Resort geführt wird. Bei der Rezeption gibt es eine Stiege, durch die Kinder auf Augenhöhe mitsprechen können, das Hausmaskottchen Falky begrüßte uns mit einem Winken und am Weg zu unserem Zimmern kamen wir an einem Indoor-Spieplatz und einem großen Outdoor-Spielplatz vorbei. Sofort hatte ich ein schlechtes Gewissen, weil ich ja ganz alleine und ohne meine beiden Jungs und meinen Mann auf dieser Pressereise unterwegs war. Meinem großen Sohn Max hätte es hier so wahnsinnig gut gefallen, denn sogar in den Hotelzimmern gibt es eigene kleine Waschbecken für Kinder in passender Höhe. Völlig unvorbereitet bekam ich schlagartig Heimweh. Nichtsdestotrotz, wollte ich diese Auszeit hier genießen und wenngleich ich meine Familie bei diesem Kurzurlaub richtig stark vermisst habe, war ich auch zum Arbeiten hier und lief dementsprechend die meiste Zeit mit der Kamera durch die Gegend um Momente einzufangen und mit meiner Community zu teilen. Ich hätte meinen Mann und meine Kinder eigentlich kaum gesehen und während daheim ein Papa-Wochenende anstand, durfte ich auch einfach mal ausgiebig mit Lilly tratschen und mir nach Lust und Laune – so lange ich wollte – beim Frühstück und Abendessen oder der Genusswanderung den Bauch vollschlagen.

Das Motto der Falkensteiner Hotels „Welcome Home“ konnte ich, trotz Heimweh nach meiner Familie, nachempfinden, denn das Familienhotel Cristallo am Katschberg ist meinem Stil entsprechend sehr modern eingerichtet und passt sich aber trotzdem perfekt an die alpinen Verhältnisse an. Viele Holz- und Brauntöne, ein einladender Kamin und eine wunderschöne Bar sowie ein sehr gemütlicher Speisesaal laden die Gäste zum Entspannen ein. Darüber hinaus gibt es auch noch eine Spa- und Wellnessanlage, die inkludiert gewesen wäre, die wir aber wegen dem straffen Zeitplan am nächsten Tag nicht besichtigen konnten. Nach einer erholsamen ersten Nacht starteten wir nämlich am nächsten Tag mit unserer Genusswanderung.

Süsser Oktober

Lilly und ich machten uns auf den Weg zum ersten Checkpoint der Genusswanderung. Unter dem Motto „Süsser Oktober“ fand am Samstag bereits zum zweiten Mal eine kulinarische Wanderung mit Starkoch Mike Süsser und Haubenkoch Josef Steffner statt. An insgesamt fünf Genuss-Hotspots konnten wir uns regionale Köstlichkeiten schmecken lassen und gleichzeitig die atemberaubende Landschaft des Katschbergs genießen. Ausgangspunkt der Wanderung war das Falkensteiner Hotel Cristallo, wo wir uns mit Aperitif und einem reichhaltigen Frühstück schon mal eine gute Unterlage verschafften und ein wenig mit anderen Gästen plaudern konnten.

Anschließend versammelten wir uns vor dem Hotel und wanderten zur ersten Station am Katschberg. Ich muss ja gestehen, dass ich bestimmt seit neun Jahren nicht mehr wandern war und dementsprechend schnell aus der Puste kam. Nichtsdestotrotz machte sich der Aufstieg bezahlt, denn einfach mal in die Ferne zu schauen, kalte Bergluft einzuatmen, das Kitzeln der warmen Sonnenstrahlen auf der Nasenspitze zu spüren und dabei den Kopf völlig frei zu kriegen…das war für mich das Schönste an dieser Wanderung und brachte mir erneut ein Gefühl von Freiheit. Hoch oben am Berg zu stehen, ohne große Gedanken, keine Sorgen und kein Zeitstress zu haben, das ist bei mir eher die Ausnahme als die Regel.

Die Wanderung führte uns zu Fuß zu Alpina’s und Ainkehr’s Speck-Stop und anschließend zur Gamskogelhütte, wo wir noch einmal einen wunderbaren Ausblick auf die Berge bekamen und kulinarisch mit Wein, Wiesenkräutersuppe sowie Kärntner Kasnudeln als Einlage und geschmorten Ochsenbackerln verwöhnt wurden.

Nachdem wir uns ausreichend gestärkt hatten, machten sich alle Wanderer wieder auf den Weg hinab ins Tal und kehrten als nächstes im Gasthof Bacher ein, ehe wir in der Pizzeria Stamperl noch mal einen süßen Abschluss fanden. Die Wanderung am Katschberg blieb mir als sehr genussvoller Tag in geselliger Runde im Kopf und ich hatte wirklich viel Spaß bei diesem Event. Allerdings stieg auch das Heimweh stetig an, weil es immer wieder Momente gab, in denen ich dachte, dass meine Kinder oder mein Mann dieses oder jenes sicher gerne gesehen hätten, wie die Esel bei der Gamskogelhütte oder die Kühe auf der Weide.

Ganz anders als bei meinem Urlaub vor zwei Monaten in Italien, fühlte ich mich bei dieser Reise in der eigenen Heimat meiner Familie so viel näher, vielleicht, weil ich nur drei Autostunden entfernt war und nicht mit dem Flugzeug geflogen bin oder einfach weil die Berge und die Unterkunft mir so ein familiäres Gefühl gaben. Ich wusste natürlich, dass meine beiden Söhne gut versorgt waren und dass ihnen ein Wochenende mit dem Papa viel Spaß und schöne Momente brachte, aber irgendwie konnte ich abends, als ich alleine im Hotelbett lag, nicht richtig abschalten. Vieleicht kennt ihr dieses Gefühl, Fernweh und Heimweh gleichzeitig zu haben? Dennoch bin ich wirklich dankbar und froh über diese kurze Auszeit, denn ich habe mich ganz wunderbar mit Lilly unterhalten und wir haben so viel gelacht und gemeinsam erlebt, was ich auf keinen Fall missen möchte.

Mit reichlich Herbststimmung im Gepäck und dem Entschluss, bald wieder in die Berge zu fahren und dann gemeinsam mit meiner Familie ein Falkensteiner Resort zu besuchen, machte ich mich am Sonntag also wieder alleine aber völlig entspannt und mit schönen Erinnerungen im Kopf auf den Heimweg. Die Vorfreude auf meine Kinder und meinen Mann war wirklich riesig und als ich zuhause angekommen bin, flüsterte mir mein Mann wenig später, als wir zu viert auf dem Sofa saßen ins Ohr, dass auch er mich vermisst hatte.

Eine kleine Auszeit für Mama und Papa tut wirklich gut, aber eine Auszeit als Mama von Familie und dem Partner ist ebenso wertvoll – für beide Seiten. Denn man schätzt, was man daheim vermisst gleich viel mehr und macht sich zumindest in den ersten 24 Stunden wieder viel lieber an die Hausarbeit, das Kochen und die Bügelwäsche ;-).

Alles Liebe und bis bald,

 

 

 

Wie ist das bei euch? Macht ihr regelmäßig einen kleinen Kurzurlaub ohne Familie oder wäre das gar nichts für euch?

 

*In freundlicher Zusammenarbeit mit Falkensteiner / Einladung

2 Kommentare

  1. 10. Oktober 2017 / 20:03

    Liebe Sabrina,

    fein war’s und sehr lustig mit dir in Kärnten! Das Heimweh konnten wir ja ganz gut wegplaudern gell? Übrigens hab ich grad dein Kartoffelgratin gesehen – sehr lecker sieht das aus. Jetzt hab ich Hunger auf Gratiiiin! 🙂

    Liebe Grüße
    Lilly

    • Sabrina Sterntal
      12. Oktober 2017 / 15:09

      Liebe Lilly, oh ja, das stimmt – das Heimweh haben wir uns wirklich weggeplaudert 🙂 freue mich, wenn wir uns wieder mal sehen.
      Liebe Grüße,
      Sabrina

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

WordPress spam blockiert CleanTalk.