FOOD | Saltimbocca-Spieße

Hallo liebe Grillfreunde, Bernd hier. Zeit für ein neues Rezept von mir, findet ihr nicht? Die frühlingshaften Temperaturen haben uns am vorletzten Wochenende herrliche 25° beschert, darum mussten wir die Gelegenheit natürlich nutzen und den Griller anheizen. Ich habe diesmal wieder etwas experimentiert und sehr leckere Spieße für euch zubereitet. Wer auf Saltimbocca steht, der liest jetzt besser weiter.

Ich mag es total gerne, neue Gerichte auszuprobieren. Dabei kann es zwischenzeitlich aber immer mal passieren, dass ich während der Zubereitung die Lust verliere und mir nicht vorstellen kann, dass das überhaupt was werden kann. So passiert bei dem heutigen Rezept. Nichtsdestotrotz hat das Endergebnis ausgezeichnet geschmeckt, und das ist ja alles was zählt, oder?

Saltimbocca ist italienisch und bedeutet so viel wie „spring in den Mund“. Es wird ursprünglich aus Kalbfleisch zubereitet. Für meine Variante habe ich aber auf Schweinslungenbraten (Schweinefilet) zurückgegriffen, da er meiner Meinung nach besser zum Grillen geeignet und nicht ganz so empfindlich wie das feine Fleisch des Kalbes ist. Dazu ein paar Salbeiblätter und leckerer Parmaschinken. Herz, was willst du mehr?

 

Für die Zubereitung von 4 Spießen benötigt ihr:

ca. 500g Schweinslungenbraten (Schweinefilet) in 8 gleichgroße Stücke geschnitten

150g Parmaschinken

8 Salbeiblätter

8 kleine Schalotten (oder 4 größere halbiert)

1 Melanzani (Aubergine)

Salz und Pfeffer

Öl

 

Nehmt zunächst die Melanzani und schneidet sie in fingerdicke Scheiben. Danach viertelt ihr die Scheiben, beträufelt sie mit etwas Öl und würzt sie mit Salz und Pfeffer. Wer mag kann auch noch ein bisschen Paprikapulver dazu geben oder eine Prise des Lieblingsgrillrubs.

Das Schweinefleisch schneidet ihr etwas schräg in 8 gleichgroße Teile. Plattiert die Stücke, indem ihr sie zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie legt und mit einem Schlögel (alternativ mit einem kleinen Topf) bearbeitet. Salzt und pfeffert die Schnitzel, legt eine dünne Scheibe des Parmaschinkens auf das Fleisch und darauf dann ein Salbeiblatt. Rollt das Fleisch im Anschluss kompakt zu einer Roulade ein und würzt noch einmal sanft drüber.

Jetzt kommen wir zum Aufspießen, das euch ein wenig Fingerspitzengefühl abverlangt. Spießt die erste Roulade auf der äußeren Seite mit einem Spieß auf, das Gleiche macht ihr mit einem zweiten Spieß auf der gegenüber liegenden Seite. Danach kommt je ein Stück Melanzani und eine Schalotte. Wiederholt diesen Vorgang in dieser Reihenfolge bis ihr die Spieße mit der vierten Roulade abschließt. Ihr fragt euch jetzt vielleicht, warum ich das Fleisch so umständlich auf zwei Spieße gegeben habe.

-) Erstens wegen der Stabilität, denn die relativ großen Rouladen halten auf nur einem Spieß eher schlecht, was das Grillen dann erschwert. „Ja aber dann könnte man die Fleischstücke doch halbieren!“ mag jetzt der eine oder andere erwidern. Schon, aber kleinere Fleischstücke trocknen beim Grillen eher aus als größere.

-) Zweitens sieht’s halt einfach cooler aus, wenn man die Spieße dann auf einem Brett vor den Gästen teilt 😉

Heizt den Griller an und legt die Spieße für ungefähr 5 Minuten pro Seite auf die direkte Hitze. Je nach Gargrad und Dicke des Fleisches könnt ihr sie dann gleich herunternehmen oder noch auf der indirekten Seite des Grillers bei geschlossenem Deckel fertiggaren. Ich mag Schweinefilet ja gerne etwas rosa, daher gebe ich es immer bei ca. 60 Grad vom Griller und lass es vor dem Anschneiden noch ein bisschen ruhen. Wer es gerne durch hätte, lasst die Spieße einfach so lange am Griller, bis die gewünschte Kerntemperatur erreicht ist.

Die restlichen Melanzanistücke könnt ihr übrigens auch auf den Griller schmeißen. Idealerweise verwendet ihr dazu eine gusseiserne Bratpfanne oder zur Not tut’s auch eine Alu-Grilltasse.

Viel Spaß beim Nachgrillen und bis bald!

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