FOOD | Flat Iron Steak a.k.a. Schulterscherzerl

Hallo liebe Grillfreunde. Bernd hier. Heute habe ich ein Grillrezept für euch, das allen Rindfleischfans gefallen wird. Ich habe ein gut 800g schweres Flat Iron Steak zubereitet. Das Fleisch, das in unseren Breiten eher als Schulterscherzerl bzw. Rinderschulter bekannt ist, habe ich von einem Arbeitskollegen bekommen, der es wiederum von einem befreundeten Zottelrind-Bauern gehabt hat. In einer feinen Buttermarinade eingelegt war dieses Gustostückerl ein echter Gaumenschmaus. Wenn euch jetzt das Wasser im Mund zusammeläuft, lest einfach weiter.

Das Flat Iron Steak ist aufgrud des feinen Rindfleischgeschmacks in Amerika sehr beliebt. Dort ist es auch unter dem Namen Top Blade Steak oder Top Blade Roast bekannt. Im Gegensatz zum Schulterscherzerl, das man hier zu Lande bekommt und das von einer dicken Sehne durchzogen ist, wird der original amerikansiche Flat Iron Steak Cut an der Sehne entlang geschnitten, dadurch wird das Steak logischerweise dünner. Ich habe mich aber dazu entschieden, das Schulterscherzerl ganz und die Sehne im Fleisch zu lassen. Wenn man das Fleisch tranchiert, kann man diese ohnehin ganz leicht herausschneiden. Apropos: Beim Aufschneiden benötigt ihr ein richtig scharfes Messer, sonst kommt ihr durch diese zähe Sehne nicht so einfach durch.

Kommen wir zur Zubereitung. Nehmt 100g Butter und lasst sie in einem Topf schmelzen. Danach gebt ihr 3 EL Worcestershiresauce hinzu und verrührt alles sorgfältig mit einem Schneebesen. Lasst die Butter auskühlen und legt dann das Steak hinein.

Im Anschluss rubbt ihr das Fleisch mit einer gemörserten Mischung aus:

1TL schwarzer Pfeffer
1TL grobes Meersalz
1TL Knoblauchpulver
1TL Rohrzucker

Lasst das Steak so ein bis zwei Stunden bei Zimmertemperatur marinieren, dann geht es ab auf den Kugelgrill, den ihr auf gute 160° Celsius aufheizen solltet. Wie schon beim Tomahawk Steak (hier), habe ich auch beim Flat Iron Steak reverse-searing angewandt. Bei dieser Methode wird das Fleisch indirekt auf die gewünschte Kerntemperatur gebracht und danach kurz über der direkten Hitze von beiden Seiten angebraten. Bei mir hat der Grillvorgang ungefähr eine Dreiviertelstunde gedauert. Ihr solltet hierbei trotzdem unbedingt ein Grillthermometer verwerden, damit ihr wirklich eine (Gar)Punktlandung schafft.

Mein Steak habe ich wieder bei 53° von der indirekten in die direkte Hitze gelegt und dann auf 58° gebracht. Das Resultat spricht für sich: Durch und durch Medium-Rare.

So soll ein Steak aussehen. Lasst es euch schmecken und bis bald!

 

 

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