MOMLIFE | Ich packe meine Kliniktasche 2.0

 

Ich packe meine Kliniktasche und nehme mit…bedeutend weniger als beim ersten Kind, aber dennoch genug um eine große Tasche zu füllen. Wenn ich daran denke, was ich bei Max alles in meine Tasche gepackt habe, muss ich heute schmunzeln. Eigentlich hätte ich damit fast eine ganze Woche im Krankenhaus bleiben können, da ich viel zu viel Dinge eingepackt habe, die ich am Ende nicht mal ansatzweise benötigt habe. Bei meiner zweiten Schwangerschaft bin ich nun schon etwas klüger und nehme wirklich nur mit, was ich brauchen könnte.

 

Ich zeige euch in diesem Beitrag den Inhalt meiner Kliniktasche, die ich erst heute, also zu Beginn der 37. Schwangerschaftswoche, gepackt habe. Was? So spät erst? Ja, auch das hat sich verändert, denn vor zwei Jahren hatte ich bereits in der 33.SSW eine komplett fertig gepackte Tasche, die ich dann zwei Wochen später wegen eines fiesen Nierenstaus mit fast einwöchigem Krankenhausaufenthalt aber tatsächlich früher gebraucht habe. Dieses Mal gehe ich jedoch alles etwas gelassener an. Der Inhalt wurde reduziert und Kleidung wird erst dann eingepackt, wenn ich das Gefühl habe, dass es doch bald soweit sein könnte.Falls ihr gerade mit eurem ersten Kind schwanger seid und nicht wisst, was ihr in euer Reiseköfferchen zur Geburt packen sollt, zeige ich euch heute, was alles in meiner Tasche gelandet ist und noch einen Platz darin finden wird.

Für die Geburt und den Aufenthalt im Krankenhaus 

8: große Tasche/Shopper & 9: Geldbörse – alles via h&m

 

Wie schon mehrmals erwähnt möchte ich dieses Mal gerne ambulant entbinden. Da man aber nicht voraussagen kann, wie die Geburt dann tatsächlich ablaufen wird und ob ich nicht doch ein paar Tage im
Krankenhaus bleiben muss, möchte ich lieber alles so packen, dass ich auch 4-5 Tage im Spital nächtigen kann.

In meiner ersten Schwangerschaft dachte ich, dass ich ganz viel Kleidung mitbrauchen würde, aber am Ende hatte ich drei Tage lang immer ein frisches Krankenhausnachthemd an, weil es einfach viel
bequemer war, als ein Still-Top oder eine Leggings. Nichtsdestotrotz möchte man sich aber wenn Besuch kommt oder nach einer Dusche frisch fühlen und seine eigenen Klamotten tragen, weshalb ich dann doch auch dieses Mal eine Umstandsleggings und zwei Tank-Tops mit Stillfunktion sowie ein gemütliches Nachthemd, das im Notfall auch als langes Jersey-Top durchgeht, in meine Kliniktasche einpacke. Und wenn man dann beispielsweise einen Spaziergang an der frischen Luft machen möchte, ist es auch praktischer, richtige Klamotten zu tragen, als ein simples weißes Nachthemd.
Bei den Pflegeprodukten bin ich eigentlich ganz einfach gestrickt und nehme das mit, was ich auch im Alltag zuhause brauche. Make-Up und Schminkzeug habe ich auf der Grafik nicht abgebildet, wird aber zur Sicherheit dennoch eingepackt, denn ich bin es beispielsweise gewohnt, täglich Mascara zu tragen.
Was ihr auf keinen Fall vergessen solltet ist euer Mutter-Kind-Pass sowie die Sozialversicherungskarte, euer Smartphone mit Ladekabel und eine Liste von Telefonnummern, die nach der Geburt unbedingt vom frisch gebackenen Papa abgearbeitet werden sollte.  Wichtig und oft in der Eile vergessen wird auch Bargeld bzw. Kleingeld für einen Snackautomaten im Krankenhaus oder einfach für den Parkschein bzw. die Parkuhr. Da sich nicht vorausschauen lässt, wie lange eine Geburt dauern wird, ist es immer von Vorteil, ein paar Münzen eingesteckt zu haben, falls ihr Parkgebühren zahlen müsst.
Windeln, Kleidung für Babys sowie Schnuller und sämtliche Pflegeprodukte, die anfangs sowieso sehr auf ein Minimum reduziert sind, werden im Normalfall vom Krankenhauspersonal zur Verfügung gestellt. Deshalb packe ich für den kleinen Bruder eigentlich nichts extra ein. Sollte ich dann doch ein eigenes Stillkissen oder Kleidung für den Zwerg benötigen, so kann mein Mann diese Dinge jederzeit von Zuhause holen und ins Krankenhaus bringen.
Kliniktasche für die Mama – meine Checkliste für euch:

Unterlagen und Nützliches für die Geburt
  • Mutter-Kind-Pass + Sozialversicherungskarte
  • Bargeld für den Snackautomaten oder die Parkgebühren
  • Smartphone + Ladekabel
  • Wasserflasche
  • Snacks für die Geburt (Müsliriegel, Traubenzucker)
Kleidung für den Klinikaufenthalt sowie Pflegeprodukte
  • große Tasche oder einen Koffer
  • Stoffbeutel oder Tasche für Pflegeprodukte
  • 2-3 Still Tops
  • 2 Still-BHs
  • gemütliche Unterwäsche (die nicht einschneidet und locker sitzt)
  • 1 gemütliches Nachthemd
  • 1 Umstandsleggings (der Bauch ist nicht sofort weg und wenn eure Hose auch nach der Geburt bequem und locker sitzt, umso besser, vor allem falls es zu einem Kaiserschnitt kommt)
  •  Flip Flops oder Pantoffeln
Pflegeprodukte
  • Stilleinlagen
  • Haargummi, Haarbürste und Haarspray
  • Deo
  • Zahnbürste und Zahnpasta
  • Taschentücher
  • Lippenpflegestift
  • Duschgel (möglichst geruchsneutral für die empfindliche Nase eures Babys)
  • Ohropax (immer gut, falls jemand im Zimmer schnarcht)
  • Feuchtes Klopapier (nicht fragen, einfach einpacken, ihr werdet es mir danken!)
Für die Heimreise

Das Schönste am Krankenhausaufenthalt ist immer die Heimreise. Vor allem, wenn man mit einem neuen Familienmitglied nach Hause kommen kann. Gerade beim ersten Kind ist es aber völlig normal, wenn man ein wenig Panik bekommt vor der Zeit mit Baby alleine in den eigenen vier Wänden. Wenn ihr unsicher seid, fragt am besten die Krankenschwestern oder Hebammen im Spital noch einmal alles was ihr wissen wollt oder ruft eure eigene Hebamme an (sofern ihr bereits in der Schwangerschaft mit einer Hebamme Kontakt aufgenommen habt) und fragt diese um Rat.

Ganz praktisch ist, wenn ihr zusätzlich zur Kliniktasche auch schon den Autositz bzw. die Babyschale herrichtet. In diese könnt ihr die Kleidung legen, die euer Baby bei der Heimfahrt anziehen soll, sowie eine Decke, einen Schnuller oder eine Schmusewindel. Mein Tipp an dieser Stelle: Vor allem in den ersten Wochen sind Wickelbodys oder Overalls, die vorne zum Zuknöpfen sind, besonders gut zum Anziehen für euer Neugeborenes geeignet.
Für euch selbst sucht euch am besten Kleidung aus, die sehr bequem ist und mit der ihr – je nach Dauer der Autofahrt – auch ohne Zwicken und Zwacken gemütlich im Auto sitzen könnt. Für mich ist im Juli ein Stillkleid optimal oder eine lockere Stoffhose mit einem Stilltop. Diese Kleidung könnt ihr euch ebenfalls in einer kleinen Tasche bereitlegen, die der Papa dann mit der Babyschale ins Krankenhaus mitbringt.
Kliniktasche ab nach Hause – meine Checkliste für euch (Sommer)
  • Stilltaugliches Kleid, Top oder Shirt
  • lockere Hose, Umstandsshort oder Leggings
  • gemütliche Schuhe, zB Sneakers oder Flip Flops
  • Autositz fürs Baby
  • Wickelbody mit Short oder Overall fürs Baby
  • Söckchen fürs Baby
  • Weste oder Haube fürs Baby, falls es kühler ist
  • Schmusewindel für das Baby
Natürlich variiert die Kleidung für das Baby und für euch je nach Jahreszeit, in der ihr euer Kind zur Welt bringen werdet. Da wir dieses Mal ein Sommerbaby erwarten und davon ausgehen, dass es sehr warm sein wird, lege ich vorsichtshalber nur leichte Kleidung zurecht. Natürlich müssen Neugeborene warmgehalten werden, daher sind Söckchen oder eine dünne Jersey-Haube auch immer von Vorteil. Strickwesten und Co. sollten bei 30°C aber natürlich nicht getragen werden, denn überhitzen sollte euer Säugling auf keinen Fall.
Ich hoffe, ich konnte euch mit meiner Kliniktasche 2.0 weiterhelfen und wenn ich hier so sitze und diese Zeilen schreibe, während ich zur bereits gepackten Tasche blicke, merke ich, wie die Vorfreude und dieses nervöse Kribbeln immer stärker werden. In mehr oder weniger als vier Wochen werden wir tatsächlich ein neues Familienmitglied nach Hause bringen. Wie aufregend!

 

 

5 Kommentare

  1. 3. Juni 2016 / 8:47

    Hallo Sabrina 🙂
    Danke dfür den hilfreichen Post, Wir erwartem mit Anfang August unser erstes Baby da find ich die Tipps zur Klinktasche natürlich super hilfreich 🙂 Ich bin heute den ersten Tag im Mutterschutz, ich bin gespannt wie schnell die Zeit nun verfliegt ehe die kleine Maus bei uns is 🙂

    LG Daniela

    • 9. Juni 2016 / 12:31

      Gerne, liebe Daniela. Es freut mich sehr, wenn ich dir weiterhelfen konnte und ich wünsche euch alles Liebe und Gute für die bevorstehende spannende Zeit als Eltern <3.
      Liebe Grüße, Sabrina

  2. Jasmin-Sarah
    9. Juni 2016 / 12:05

    Hallo Sabrina,
    tolle Liste. Werde ich mir speichern, auch wenn ich sie erst in ein paar Jahren wieder benötigen werde für Nr. 2 🙂
    Mit dem feuchten Toilettenpapier musst du aber etwas aufpassen, falls du Geburtsverletzungen davon tragen solltest. Für evtl. Nähte in dem Bereich sind die Stoffe darin nicht so gut.
    Ich wünsche dir eine tolle Geburt und alles Liebe!
    Liebe Grüße, Jasmin

    • 9. Juni 2016 / 12:33

      Hallo Jasmin, vielen Dank für dein Feedback :-). Ja ich hatte bei Max Geburtsverletzungen und bin aber dennoch dankbar, dass ich feuchtes Toilettenpapier dabei hatte, weil das Papier im Spital so steinhart und rauh ist… lieber mit dem feuchten Papier vorsichtig tupfen, als mit einem "Schleifpapier" in der "wunden Zone" herumzustochern :-D. Mal sehen, wie es jetzt bei Baby No.2 wird! Vielen lieben Dank, alles Liebe auch dir und deiner Familie für die Zukunft, Sabrina

  3. 15. Juni 2016 / 19:44

    Danke für deine Erfahrungen! Werde beim Packen sicher nochmal reinschaun! 🙂

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