KOLUMNE | „Mama sein“ – (m)ein Leben mit Baby (11) – Das Wochenbett

Schwanger mit einem neuen Wunder unter meinem Herzen bin ich im Leben als Mama eines 2 Jahre alten Wirbelwindes angekommen, der schon bald ein Geschwisterchen bekommen wird. Unser Baby ist mittlerweile ein charakterstarkes Kleinkind geworden, das uns als Familie in so vielen Lebenslagen bereichert und wir sind überglücklich, so einen wunderbaren Sohn zu haben. Doch nun warten einige neue Herausforderungen auf mich. Denn auch wenn ich mich in (m)einem Leben mit Baby zurecht gefunden habe, wird bald alles anders sein. Ein weiteres Kind wird bestimmt für so einige unberechenbare Ereignisse sorgen, aus denen ich lernen werde und ich möchte euch nun wieder regelmäßig ein wenig über meinen Alltag als Mama erzählen. Mama“ – vier Buchstaben – ein Wort, eine Bezeichnung, (m)ein Leben mit Baby.

Das Wochenbett – ein Thema, über das nicht oft und gerne gesprochen wird, das aber meiner Meinung nach dennoch sehr wichtig ist, denn jede frisch gebackene Mama findet sich darin wieder. Die einen haben gute Erfahrungen und empfinden die 6-7 Wochen nach der Geburt ihres Babys nicht als besonders kritische Phase, wohingegen andere ganz fürchterliche Momente durchleben und sich am Ende vielleicht gewünscht hätten, bereits in der Schwangerschaft mehr darüber zu erfahren.Ich möchte nun meine Erfahrungen im Wochenbett nach der Geburt meines ersten Sohnes mit euch teilen. Des Weiteren erzähle ich euch ein bisschen über meine Vorsätze für das zweite Wochenbett mit dem kleinen Bruder und erwähne ein paar Kommentare, die mir Leserinnen via Instagram zum Thema mitgeteilt haben und die meiner Meinung nach nicht untergehen sondern gehört werden sollten. Denn erst durch das Feedback meiner Follower habe ich gemerkt, wie wichtig es wäre, einen Blogbeitrag darüber zu verfassen.

An alle Mamas, die zum ersten Mal ein Kind erwarten und die sich lieber überraschen lassen möchten: Lest nicht weiter, denn im folgenden Beitrag geht es recht „ungeschönt“ zur Sache 😉

Normalerweise erzählt dir niemand während deiner Schwangerschaft, was dich nach der Geburt deines Kindes erwartet. In den Geburtsvorbereitungskursen, die ich besucht habe, wurde das Thema Wochenbett inklusive Wochenfluss zwar angeschnitten, aber mehr auch schon nicht. Mir kommt es so vor, als wäre dies ein absolutes Tabuthema. Eine unschöne Sache, über die nicht gerne gesprochen wird, denn alles was zählt ist doch die Freude über das Baby, das zur Welt gebracht wurde. So wunderbar wie es auch ist, ein Kind neun Monate in sich zu tragen (mal mehr, mal weniger – je nach Tagesverfassung oder Beschwerden), das dicke Ende kommt bekanntlich erst zum Schluss. Was man 40 Wochen nicht hat, läuft dann nämlich mehrere Wochen später aus einem raus. Ja, ich rede vom bereits erwähnten Wochenfluss, der eine absolut natürliche und notwendige Sache für den weiblichen Körper ist.  Wenn manche jetzt beschwichtigend meinen, dass man doch froh sein soll, 9 Monate lang keine Blutungen gehabt zu haben, so haben sie noch nicht erlebt, wie krass man das dann innerhalb von +/- 6 Wochen aufholen kann. Am schlimmsten sind die Blutungen 24 bis 48 Stunden nach der Geburt, denn da blutet man wie ein abgestochenes Tier. Tatsache, das ist echt heftig! So krass, dass manche Mamas Windelhöschen aus dem Krankenhaus tragen und XXL-Binden (sogenannte Wöchnerinnen) zwischen den Beinen haben. Nach wenigen Tagen werden die Blutungen zwar schwächer, nur hat man dann aber anschließend wochenlang ziemich nervige Schmierblutungen. Die sind auch nicht viel besser…Neben der Blutung gibt es aber noch etwas anderes, ganz fieses, das manche kaum, andere aber mit voller Wucht trifft: Die lieben Hormone. Diese spielen wirklich absolut verrückt. Von übersensibel bis absolute Heulboje ist so einiges dabei. Mich hat es beispielsweise total fertig gemacht, dass bei Max das Stillen damals nicht von Anfang an klappte und ich habe fast drei Tage lang durchgeheult. Ständig. Und auch wenn meine Mitmenschen es lieb mit mir meinten, mich beruhigten und meinten, dass sei normal, so habe ich dann erst recht noch mehr geweint. Wie hat mir eine Abonenntin auf Instagram so schön geschrieben: „Im Wochenbett fließt alles…Blut, Tränen, Schweiß und Milch“ und das sind die Worte einer Hebamme!

Wer es schafft zu stillen, muss sich mitunter darauf einstellen, dass es weh tun kann. Ich hatte zwar keine Schmerzen beim Milcheinschuss, aber ich habe schon von vielen Bekannten gehört, dass dies wirklich sehr unangenehm sein kann. Von Milchstau und enzündeten Brustwarzen spreche ich hier lieber gar nicht. Neben den Tränen, die durch zu viel Hormon-Wirr-Warr und Schlaflosigkeit wie Sturzbäche fließen, drückt der Busen meist unangenehm und ich hatte ab und an das Gefühl, er würde explodieren. Dass man in den ersten Wochen kaum schläft, kann man sich sicherlich vorstellen, dazu kommt aber auch absolutes Unwohlsein, weil nichts passt. Die Kleidung die man in der Schwangerschaft getragen hat, ist zu groß und die Kleidung von vor der Zeit, als man ein Kind im Bauch getragen hatte, ist einfach noch zu eng. Der Bauch ist schwabbelig und nicht sofort wieder flach, wie viele Hollywoodstars es einem vorleben wollen und die Pfunde purzeln auch nicht sofort.

Je nachdem, ob man Geburtsverletzungen bei einer spontanen und natürlichen Geburt davon trägt, gibt es da eben auch noch unangenehme Nähte an sehr intimen Stellen. Nach ca. drei Wochen ist aber alles wieder tip-top verheilt und ich kann euch sagen, dass es danach auch wieder so ist wie vorher (Entwarnung für alle Frauen, die Angst haben, dass es im Bett dann nicht mehr so läuft – Blödsinn, läuft wunderbar!). Abseits von eventuellen Kaiserschnittnähten gibt es da noch ein weiteres Problem, das ich bereits oben angesprochen habe. Denn nicht nur Tränen, Blut und Muttermilch fließen, sondern auch Schweiß. Viel Schweiß. Meine Güte, hab ich im ersten Wochenbett geschwitzt und hatte ich Hitzewallungen, das war kein Spaß. Weil der Geruchssinn des Babys aber so empfindlich ist, sollte man sich nicht mit Duschgel waschen, das parfümiert ist und Deo auch sehr sparsam verwenden. Haha, erkennt ihr das Dilemma? Vor allem jetzt im Sommer, bei Baby No. 2, habe ich schon Sorge, wie das an manch heißen Sommertagen wird. Am besten lasse ich mich von Max zwei-drei Mal pro Tag im Garten mit dem Wasserschlauch abspritzen. Denn ins Planschbecken darf ich ja nicht (blöder Wochenfluss) und somit sollte das Problem gelöst sein ;-)…

Sprecht darüber…

Jede Mama geht mit dem Wochenbett anders um und manche trifft es wirklich schlimm mit Babyblues und Wochenbettdepressionen. Ein weiteres Tabuthema, das von der Gesellschaft nur milde belächelt aber nicht ernst genommen wird. Natürlich bringt es nix, sich schon in der Schwangerschaft das Hirn darüber zu zermartern, was nun wie im Wochenbett auf einen zukommen könnte. Am Ende entscheidet das Kind bzw. der eigene Körper. Dennoch, hier noch mein Apell an alle Frauen: Erkundigt euch bei Verwandten und Freunden über das Wochenbett. Fragt nach und teilte eure Sorgen davor und vor allem auch während ihr mitten drinnen steckt. Es ist absolut okay, dass man nach der Geburt eines kleinen Menschen nicht gleich wieder die selbe, fitte, strahlende und immer gut gelaunte Person ist, die man vorher war. Es ist normal, viel zu weinen und Angst zu haben. Angst vor der Aufgabe als Mutter und Sorge darüber, dieser nicht gewachsen zu sein. Es ist okay, seinen Körper zu bedauern, denn dieser ist nicht mehr der selbe nach der Geburt eines Babys. Alles verändert sich: Risse in der (überschüssigen) Haut und ein hängender Busen sind da nur ein paar Beispiele.

Nichtsdestotrotz ist all das ein geringer Preis dafür, das Wunder Mensch zu gebähren. Egal ob natürlich oder per Kaiserschnitt. Es ist wunderbar und einzigartig. Es verändert einen. Raubt einer Frau den Verstand vor Glückseeligkeit und Liebe, aber eben auch Sorge und Bedauern, wenn es vielleicht nicht so läuft wie man es sich in der Schwangerschaft ganz idyllisch vorgestellt hat. Dann muss man die rosarote Brille abnehmen und sich der Realität stellen. Man gebährt ein Kind, der Körper vollbringt ein unglaubliches Wunder, setzt Kräfte ein und frei, die Berge versetzten können und so ist es eben auch vollkommen normal, dass der Körper und auch der Geist Zeit zum heilen brauchen. 40 Wochen wird an einem Kind gearbeitet und 6-7 Wochen beträgt der erste Heilungsprozess im Wochenbett. Lasst das zu. Stresst euch nicht!

Vorsätze

Was ich aus meinem ersten Wochenbett gelernt habe? Der Haushalt kann mich mal. Es ist nicht wichtig, dass der Staubsauger ständig läuft oder Ordnung in den eigenen vier Wänden herrscht. Für das Essen organisiere ich mir anfangs meine Eltern, Schwiegereltern, meinen Mann oder zur Not einen Lieferservice. Auch der Besuch wird auf ein Minimum reduziert. Wenn ich jetzt daran denke, dass wir bei Maximilian damals in den ersten 14 Tagen nach der Geburt fast täglich Besuch von Freunden, Familie und Bekannten hatten, dann muss ich heute darüber lachen. Dieses Mal gehören die ersten 14 Tage nur mir und meiner kleinen Familie. Alles was zählt ist viel Zeit zum aneinander Gewöhnen, vor allem für den großen Bruder und fürs Umstellen auf einen neuen Alltag aber auch fürs Kuscheln und Staunen, fürs Fühlen und Genießen. Fürs Wochenbett hab ich alles schon besorgt: Einlagen, Bettauflagen, Topfen für einen etwaigen Milchstau und viele Stilltops, mit denen ich ganz gemütlich im Garten auf einer Decke im Schatten sitzen und die Zeit mit meinen Jungs – groß und klein – genießen werde. Ich werde schlafen wenn ich es kann – auch tagsüber – und mir weniger den Kopf darüber zerbrechen. Und ich bin mir sicher, dass ich das schaffe!

Leserkommentare – Wochenbett

Zum Abschluss möchte ich euch nun aber noch ein paar Highlights der Kommentare meiner Leser auf Instagram zu diesem Thema vorstellen. Worte, bei denen ich bekräftigend genickt, geschmunzelt oder gestaunt habe und die ich euch auf keinen Fall vorenthalten wollte. 

„Viel schlimmer als diese blöden Blutungen empfand ich noch diese Schmerzen untenrum beim spazieren gehen. Als ob ich Blei zwischen den Beinen hab und alles nach unten zieht…“ 

„Das erste Mal spazieren gehen war wie ein Marathonlauf“

„Der erste Toilettengang nach der Geburt war auch ganz toll.“

„Pipi machen war übrigens meine kleine Hölle.“ 

„Ich wusste nicht, wie angsteinflößend Toilettenpapier sein kann…“

„Das erste mal auf Klo, so richtig…Horror!“ 

„Die Instabilität des Beckenbodens darf man auch nicht vernachlässigen…die Info fehlt vorher auch bei vielen.“

„Der Wochenfluss war wirklich schlimm bei mir – zwei Wochen fast wie am Anfang.“

„Der Wochenfluss beim ersten Kind war echt abnormal.“

„…das mit dem Schwitzen hat mich so fertig gemacht. Das ist einfach so ekelhaft, klar der Körper will das überschüssige Wasser los werden aber das kann er doch auch etwas langsamer machen.“

„Ganz schlimm waren die Nachwehen beim zweiten Kind …“ 

„Höllische Nachwehen!“ 

„Ich hatte wunde Brüste und die Mädels wollten ständig trinken“ – 

„Eitrige Brustwarzen und Brustentzündung – juhu“

„Konnte kaum stehen, sitzen und gehen wegen der Naht – und dann der Babyblues. Wollte keinen sehen und keiner hat’s verstanden!“

 
Ihr seht, jede Mama hat eine unterschiedliche Wahrnehmung im Wochenbett, aber alle haben irgendeine Sache, die ihnen im Kopf geblieben ist, die unangenehm war und auf die sie niemand vorbereitet hat. Vielleicht hilft dieser Blogbeitrag ja nun einigen, sich dahingehend zu wappnen, was auf einen zukommen kann. Oder aber es hilft euch zu ermutigen, nicht stillzuschweigen sondern darüber zu sprechen. Jede Mama muss da durch, jede Mama macht ihr eigenen Erfahrungen aber wir alle gemeinsam können uns gegenseitig helfen. Wenn ihr weiterhin zu solchen Themen up-to-date bleiben wollt, folgt mir doch auf Instagram.

7 Kommentare

  1. 22. Juni 2016 / 6:13

    In meinem Schwangerschaftsupdate habe ich gestern über den Wochenende-Geburtsvorbereitungskurs geschrieben und ich muss sagen, dass die Hebamme das Thema Wochenbett ziemlich genau und ausführlich erklärt hat. Sie hat über all die Dinge gesprochen, die du auch in deinem Beitrag thematisiert hast. Ganz besonders toll fand ich, dass sie das gesagt hat, was du jetzt anders machen würdest. Zeit!!! Und den Besuch auch mal nicht empfangen und den Haushalt auch mal liegenlassen. Ebenfalls sprach sie an, dass man eben nachdem das Baby da ist, nicht immer Happy darüber ist und das auch ruhig sagen kann. Mir ist das im August bei meiner Schwägerin aufgefallen. Sie ist sofort nach der Geburt ständig zu den Leuten gefahren, um das Baby zu präsentieren. Ich habe sie dann irgendwann mal gefragt, warum sie sich keine Ruhe gönnt > "Das würde ich gerne, aber ich will nicht, dass jemand beleidigt ist!". Sie hat sich total abgemüht, sofort wieder fit zu sein und irgenwann brachen dann alle Dämme und sie erzählte mir wie schwer die erste Zeit ist. Ich denke man muss im Wochenbett einfach mal egoistisch sein!!!

    Danke für deine Eindrücke. Ich entbinde im September und bin schon sehr gespannt wie diese Zeit werden wird.

    LG Ina

  2. Anonym
    22. Juni 2016 / 11:42

    Na super. Da kann man sich auf was freuen. Bei meinem ersten Kind hatte ich einen Kaiserschnitt, da ist das blutmäßig nicht ganz so arg (dafür hat man andere Probleme). Im besten Fall wird das zweite Kind eine spontane Geburt – dann weiß ich jetzt, was mich erwartet.

    Was mir auch keiner gesagt hat: Haarausfall!! So ab dem 4. Monat nach der Geburt. So stell ich mir das bei Chemo-Therapie-Patienten vor. Das hätte auch mal wer erwähnen können, dass das kommt. Ist zwar nicht Wochenbett, aber fällt in die selbe Kategorie.

  3. anni
    22. Juni 2016 / 13:45

    liebe sabrina,
    ich weiß nicht, wann mir das letzte mal ein artikel so aus der seele gesprochen hat, wie dieser hier von dir! ich bin auch ein absoluter freund davon, auf dinge vorbereitet zu werden und auch bei meinem ersten kind vor 3 jahren sind viele dinge passiert, von denen ich total überrascht und überfordert wurde… stillen tat bei mir zumindest am anfang höllisch weh – woher sollte ich das wissen? und dass man bei drei rissen und einer naht im intimbereich drei wochen weder sitzen noch schmerzfrei auf toilette gehen kann?? dass es sein kann, dass die naht nicht perfekt gemacht war und das zusammenwachsen deshalb ewig dauert?? oder das elendige ziehen im unterleib beim stillen??? bei kind nummer zwei, welches wir im november erwarten, hoffe ich jetzt zwar einfach das beste, dass ich von dem einen oder anderen in der intensität wie beim ersten verschont bleibe, bereite mich aber trotzdem innerlich schon mal auf das schlimmste vor – so kann es nur besser werden 😉
    ich danke danke danke dir für diesen artikel und ich hoffe, dass ihn möglichst viele erstgebährende lesen!
    liebe grüße
    anni

  4. 22. Juni 2016 / 14:03

    Schöner und doch ungeschönter Beitrag von dir. 🙂
    Meine Hebamme hat damals auch kein Blatt vor den Mund genommen und offen thematisiert, was da womöglich auf uns zu kommt.

    Für Bald-Mamas klingt das sicher "schrecklich", aber es ist doch gut zu wissen, dass sie damit nicht alleine sind.

  5. Anonym
    22. Juni 2016 / 14:09

    Das wichtigste ist wirklich, dass man sich die Zeit für sich selbst nimmt!!! Ich hatte 12 Tage nach der Geburt die Schwiegereltern daheim, das hab ich dieses Mal gebeten, dass sie im Hotel wohnen, das war nämlich unerhört anstrengend und grenzensprengend, was leider für mich die Beziehung auch nachhaltig belastet hat, da ich damit nicht im entferntesten gerechnet hatte.

    Alles Gute fürs Wochenbett diesmal und noch ein Rat von meiner Hebamme – ruhig Schmerzmittel einnehmen, man muss sich nicht für alles martern 😉

  6. 22. Juni 2016 / 14:18

    Grüße….
    ich gehöre zu der Kategorie:
    12 Jahr auf das Wunder gewartet, 2FG gehabt, dann endlich…. Blutungen bis in die 18ssw…. Fruchtwasser für Zwillinge aber ein einling… durch den wahnsinns Druck innen bauchnetz Riss im oberen Bereich… dadurch Leber Quetschungen in den letzten 2 Wochen… deshalb insgesamt 3 Einleitungen gehabt die NICHT klappen- ich hatte zwar anständige wehen (scheiße ja) aber keine Reaktion am mumu… daB plötzlich not-ks… und dann war er ENDLICH da….. mein Sohn…. knapp 4 Std nach KS bin ich aufgestanden und war ständig unterwegs… 18 Std nach KS bin ich kollabiert und war bis zum nächsten Tag nicht ansprechbar…. am 4 Tag beschloss ich "i geh ham, i druck das Irrenhaus da ned durch" …(das mit dem Stillen hatten wir ja schon- lt Spital war ich unfähig und mein Kind wird verhungern)… und dann war ich zuhause…. alleine…. Partner musste arbeiten und ich wollte keinen Besuch… ich war alleine mit dem Menschen den ich mir seit Jahren wünschte…. und es war furchtbar…. nichts war wie ich es mir ausgemacht hatte…. ich hatte mit dir Zeit wie einen Walt Disney Film gezeichnet…. es fühlte sich aber mehr an wie der Exorzist…. ein SEHR für Freund hab mir den Spitznamen "hormonella"…. es war furchtbar…. WAR!!! bis ich endlich fünf gerade sein ließ… und mich damit abfand dass Walt Disney nun mal Märchen erzählt….
    HEUTE 11 Monate nach Beginn meines neuen Lebens stehe ich knapp 8 Wochen vor der Geburt des Bruders… ich FREU mich… und habe Respekt vor der Zeit aber keine Angst… ich muss nicht perfekt sein… und ich darf weinen, Schreien, Seufzen und winseln…. alles was meine Seele braucht um Platz zu haben für diese Wahnsinns liebe die einem da wieder und wieder durch den Körper fährt…. und walt Disney steht im Regal ��

  7. Anonym
    23. Juni 2016 / 7:13

    DANKE! ICh bin normalerweise eine stille Leserin, aber jetzt muss ich danke sagen. Ich erwarte im August mein erstes Kind und habe festgestellt, dass nur wenige über diese Seite des Kinderkriegens erzählen (wollen). Ich bin jemand, der auch gerne die unangenehmen Seiten kenne will, bzw. was mich erwarten könnte. Aber bei den meisten ist es so, dass sie sagen "ach mach dir nicht zu viele Gedanken, das vergisst du schnell, ich möchte dir jetzt keine Angst machen", dabei wünsche ich mir manchmal auch die ungeschönte Seite zu hören. Es muss ja nicht Angstmacherei sein, aber das Thema Wochenfluss wird – wie du geschrieben hast – total tabuisiert. Ich kann das nicht verstehen, das muss frau doch wissen 🙂

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