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KOLUMNE | „Mama sein“ – (m) ein Leben mit zwei Kindern (23) Urlaubswahnsinn am Abreisetag

Immer wieder nehme ich mir vor rechtzeitig für den Urlaub zu packen und jedes Mal endet es in einem absoluten Desaster. Während mein Mann am Tag der Abreise meist mit recht zwiderer Miene durchs Haus läuft, ändert sich meine Laune von relativ gleichgültig und relaxed zu absolut gestresst – und das im Minutentakt. Meist rutscht mir dann auch noch eine zickige Bemerkung über die Lippen, die meinen Mann dann wiederrum noch mehr verärgert, aber da muss er dann leider durch, schließlich bin ich diejenige, die für 4 Personen die Koffer packt. Entweder ist das nur bei meinem Partner so oder aber Männer verstehen ganz generell nicht, wie anstrengend es eigentlich ist, drölftausend Dinge in einen Koffer zu verstauen und für vier Köpfe mitzudenken. Würde ich nur für mich selbst packen, dann wäre ich erstens bedeuten schneller und zweitens bräuchte ich kaum Platz. Okay, das ist jetzt vielleicht ein bisschen vereinfacht dargestellt, denn Klamotten nehme ich meist zu viel mit…

Wer jetzt gerne Mäuschen spielen möchte und wissen will, wie chaotisch es am Abreisetag im Hause Sterntal eigentlich zugeht, der darf sich gleich auf einen amüsanten Bericht gespannt machen. Kommt schon, traut euch und lest weiter ;-).

Ich packe meinen Koffer und nehme mit…

Im Familienurlaub mit Kindern, fängt das Drama schon im Badezimmer an, schließlich ist die Liste an einzupackenden Dingen deutlich länger als bei meinem Mann, der nur Deo, Zahnbürste und Rasierer für eine Woche Urlaub mitnimmt. Leider reicht so ein minimalistischer Kulturbeutel nicht aus, denn ich benötige die passende Sonnencreme für unsere Kinder, zwei verschiedene Sorten Zahnpasta, weil der Mini nur mit Erdbeergeschmack putzen will und der Maxi mit Minze, sowie Duschbad und Haarshampoo, Nagelschere, weil diese kleinen Kinderfingernägel gefühlt über Nacht mehrere Zentimeter wachsen als auch Kinderpflaster, Hustensaft und Fiebersaft für den Notfall, das Lieblingskuscheltier, mindestens fünf Schnuller, falls welche verloren gehen, Bücher, Hot Wheels Autos und Co. – so, damit wären immerhin die Kinder, bis auf Kleidung im Doppelback (inklusive Wechselklamotten) abgedeckt. Kommen wir nun aber zur Mama, also mir, die gefühlt immer zu viel Kleidung mitnimmt. Das liegt aber auch nur daran, dass ich jetzt noch nicht wissen kann, was ich gerne in fünf Tagen anziehen möchte und das hasse ich. Wirklich, mir geht das so am Nerv, denn vielleicht mag ich im Urlaub lieber Kleider tragen oder aber ich fühle mich in Hosen wohler und so wird das Gepäckstück immer voller.

Die Last-Minute Regel

Hinzu kommt, dass jedes Mal am Tag der Abreise ein Lieblingskleidungsstück meines Mannes, das er gerne in den Urlaub mitnehmen möchte, nicht gewaschen ist. Ganz gleich, wie früh ich ihm sage, dass er mir das Shirt bitte rechtzeitig in den Wäschekorb werfen soll, damit ich es zeitgerecht waschen und trocknen kann, reisefertig ist es so gut wie nie. Ich denke, das ist so eine Art Murphys Law und es macht mich wahnsinnig. Meinen Mann aber wahrscheinlich auch, denn so schrumpft seine Urlaubsgarderobe von überschaubar auf sehr minimalistisch, während sich mein Stapel an zurechtgelegten Klamotten zehn Minuten vor dem Kofferpacken gefühlt noch mal verdoppelt. Schließlich könnte das Wetter um schwingen, weshalb ein Pullover für den Notfall… ach, ich denke, ich brauche mich hier gar nicht zu rechtfertigen, die meisten von euch wissen ja, wovon ich spreche.

Housesitting

Habe ich erst mal die Koffer für meine kleine Familie und mich fertig gepackt, wartet aber noch die nächste, finale Hürde auf mich: Das Haus muss geputzt werden. Eigentlich ja völlig idiotisch, das Haus kurz vor der Abreise picobello zu putzen, wenn man ja dann doch nichts davon hat, weil man im Hotel nächtigt. Weil wir aber zwei Katzen und einige Grünpflanzen im Haus haben, die versorgt und gepflegt werden wollen, und ich immer gerne einen Housesitter habe, der nach dem Rechten sieht, will ich diesem natürlich kein völlig chaotisches und dreckiges Haus überlassen. Und das ist dann auch der Grund, warum ich wie eine Irre durch alle Stockwerke laufe und völlig panisch Staubsauge, Wische und Dinge von A nach B räume.

Bin ich dann erstmal mit all meinen Aufgaben fertig, dann hab ich eigentlich gar keine Lust mehr in den Urlaub zu fahren, aber kein Fleiß kein Preis und deshalb atme ich jetzt einmal tief durch und rufe mir ins Gedächtnis, dass der Urlaub bestimmt schön wird. Entspannung wird es mit zwei kleinen Kindern zwar keine geben, aber dafür viele schöne Momente und dass ich sechs Tage lang nicht kochen oder putzen muss, das ist für mich als Mama sowieso der schönste Urlaub.

So und jetzt seid ihr gefragt: Wer kennt denn diesen Tumult kurz vor der Abfahrt in den Urlaub noch? Ist es bei euch auch immer so chaotisch?

Alles Liebe,

11 Kommentare

  1. Irene
    20. Mai 2018 / 9:45

    Oh ja, das kommt mir so bekannt vor😂 auch das mit dem Putzen vor der Abfahrt. Aber das Gefühl in ein sauberes zuhause zurückzukommen ist nun mal unbezahlbar.

    • Sabrina Sterntal
      Autor
      20. Mai 2018 / 11:13

      Danke dir, jetzt fühle ich mich wirklich gleich ein bisschen besser…dieser Nebeneffekt ist mir heute auch schon eingefallen, hab deshalb gleich noch mehr geputzt haha. Aber die Koffer sind immer noch nicht gepackt und jetzt werde ich dann gleich leicht panisch! Aber irgendwie krieg ich das noch hin, hehe.

      Liebe Grüße,
      Sabrina

  2. Sam
    20. Mai 2018 / 12:00

    Bei uns ist es ähnlich und wir haben noch nicht mal Kinder 😁 Meist fahren wir mit dem Auto in Ferienwohnungen, was bedeutet, dass ich an alles mögliche denken muss, beginnend bei einem Dosenöffner und Sachen die es in der Wohnung ja vielleicht nicht gibt bis hin zum Proviant für die Autofahrten (die meist um die 14 Stunden dauern). Mein Mann sieht diesen ganzen Kleinkram drumherum meist nicht und auch den Hausputz vorab unterschätzt er oft (wir haben auch immer einen Haussitter für 1 Katze und Dachterrasse mit Pflanzen).
    Mit den Kleidungsstücken geht es mir ähnlich, EGAL was ich alles mitgenommen habe, an irgendeinem Tag im Urlaub denke ich “oh nein jetzt wäre diese eine Jeansjacke so so toll dazu” während die 5 mitgenommenen langen Hosen nicht gebraucht werden.. Andererseits geht es ja im Urlaub gar nicht darum den Komfort von zu Hause und die Alltagsgemütlichkeit dabei zu haben, man möchte mal was anderes spüren und sich treiben lassen und, wenn man mal überlegt ist es ja auch völlig egal was man dabei hat. Momente an denen man seine Weinflasche vom Nachbarn öffnen lässt und diesen kennen lernt oder sein weißes Top das 5. Mal lässig trägt als wenn nix wäre, weil man die anderen gerade doof findet und keine Waschmaschine da ist, was man zu Hause niiie niemals gemacht hätte, machen den Urlaub doch irgendwo aus.. Und man merkt, dass man für einen schönen gar nicht soooo viel braucht.. Ach und die Waschmaschine für 1 Hemd, 2 T-shirts und ne Hose läuft am Abreisetag IMMER nochmal nur für meinem Mann 🙄🤦🏻‍♀️
    In diesem Sinne wünsche ich dir und deinen Liebsten einen schönen Urlaub und denk daran du bist nicht alleine mit deinem Vorurlaubsstress 😅😜🙈

    • Sabrina Sterntal
      Autor
      20. Mai 2018 / 15:01

      oh wie wunderbar erfrischend, danke für deine Worte, das find ich richtig toll und deine Argumente stimmen. Du hast recht, der Urlaub soll anders sein und da geht es ums Gefühl. Das merke ich mir, wenn ich die Krise kriege, weil mit den Kindern alles etwas chaotischer ist…Urlaub ist es trotzdem. Danke für deine Tipps und ich wünsche auch dir schon vorab für euren coolen Urlaub eine schöne Zeit und eine stressfreie Vorbereitung :-). Liebe Grüße, Sabrina

      • Sam
        20. Mai 2018 / 16:16

        Das freut mich 😊 Danke dir 🌷

  3. Bianca
    20. Mai 2018 / 13:58

    Sehr gut geschrieben 🙂
    Kommt mir alles sehr bekannt vor. Ich habe nun seit einiger Zeit eine neue Strategie zum packen. Ich lege 1 Woche vor Abreise alles was ich denke an Klamotten zu brauchen raus auf die Kommode. Im laufe dieser Woche laufe ich immer wieder an dieser Kommode vorbei und komm dann meistens immer drauf was ich wirklich brauch oder was nicht. Das klappt wirklich ziemlich gut!

    Das mit dem putzen ist bei mir genau dasselbe, und meine Freundinnen machen sich immer herzlich darüber lustig – gut das jemand anders auch genauso denkt wie ich 🙂 🙂

    Wünsche Euch einen tollen Urlaub!!
    Liebe Grüße,
    Bianca

    • Sabrina Sterntal
      Autor
      20. Mai 2018 / 14:59

      Liebe Bianca, oh das mit der Kleidung ist ein toller Tipp, aber das scheitert bei mir schon mal daran, dass ich mit dem Wäsche waschen kaum hinterher komme und erst gestern alles frisch gewaschen habe…und erst jetzt habe ich daher die Möglichkeit mal rauszusuchen, welche Kleidung wir brauchen. Ich bin beim Thema Waschmaschine wirklich schrecklich…ich komme nie dazu, vergesse es immer und ja, ich hasse Wäsche waschen, hihi.
      Aber schön, dass ich mit dem Putzen nicht alleine bin und ich werde das mit dem Kleidung zurechtlegen bestimmt beim nächsten Mal probieren. Danke du Liebe!
      Herzliche Grüße, Sabrina

  4. Nina
    20. Mai 2018 / 21:57

    Ich kenne das und es läuft bei uns genauso hecktisch ab es muss alles gewaschen, gebügelt und vorallem geputzt sein 🙈. Aber das schöne Gefühl wenn du dann nach Hause kommst und du findest ein Tip top haus vor , ist einfach nur toll. 😉
    Ich wünsche euch einen wunderschönen Urlaub und genießt es. Ich freue mich schon sehr auf die Bilder
    LG Nina 🌸

    • Sabrina Sterntal
      Autor
      26. Mai 2018 / 17:45

      Liebe Nina,
      …was soll ich sagen, wir sind wieder zu Hause und du hast recht. Es ist großartig, wenn man in ein sauberes Haus kommt und außer auspacken und Wäsche waschen nichts mehr putzen muss :-D. Das ist den ganzen Stress vorab echt wert ;-).
      Herzliche Grüße, Sabrina

  5. Sabine
    27. Mai 2018 / 12:17

    Liebe Sabrina,
    du schreibst mir aus der Seele 😉 Jedes einzelne Wort könnte direkt von mir stammen.
    In ein paar Tagen fahren wir (das heißt mein Mann, mein Vierjähriger und meine Zweijährige) in den Urlaub und schon langsam macht sich Unruhe in mir breit. Weil ich vorher noch 100 Millionen Dinge erledigen „muss“, alles minutiös planen und vorbereiten will. Aber irgendwie klappt das nie so wirklich. Wie jedes Mal wird auf jeden Fall alles wieder in einem Lastminute-Chaos ausarten, sodass ich absolut urlaubs-überreif und gestresst (aber dafür mit aufgeräumter Wohnung 😉 im Auto hänge.
    Was ich damit sagen will – es beruhigt mich wirklich sehr, dass es nicht nur mir so geht. Und generell möchte ich mich an dieser Stelle für deine sehr sympathischen Beiträge auf Instagram bedanken! Sie bereichern meinen Alltag mit meinen zwei Zwergen sehr!
    Alles Liebe, Sabine

    • Sabrina Sterntal
      Autor
      31. Mai 2018 / 22:59

      Oh danke liebe Sabine,
      das ist aber ein wahnsinnig liebes Feedback. Ich freue mich sehr, dass ich dir im Alltag ein bisserl eine “Stütze” sein kann und du so gerne bei mir vorbeischaust :-D. Du sieht ja, wir sitzen alle im selben Boot- äh Auto ;-D. Einen schönen Urlaub wünsche ich euch!
      Alles Liebe, Sabrina

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