MOMLIFE | Mein Alltag: 10 Tipps für mehr Organisation und Zeitmanagement im Mamaleben

Das Mamaleben mit zwei Kindern ist nicht immer leicht. Und ich muss zugeben, dass ich mir den Alltag leichter vorgestellt habe. Mit zwei kleinen Kindern im Haus, von denen eines gerade das Laufen erlernt hat, ständig überall raufkrabbelt und alles erkundet, während das andere mit bald 3 1/2 Jahren manchmal etwas unterfordert und kurz vorm Kindergartenstart ist, komme ich immer wieder an meine Grenzen. Hinzu kommen meine Selbstständigkeit, also der Job mit dem Blog sowie ein Haushalt, der – zugegeben – gerade wirklich unter fehlender Hausarbeitszeit leidet. Bei all dem Tohuwabohu, das hier von morgens bis nachmittags herrscht, darf man aber auch auf den eigenen Partner und sich selbst nicht vergessen. Tag für Tag, Woche für Woche, immer im Trubel, immer im Stress, immer was zu tun und ja, zwei kleine Kinder, die ihre Aufmerksamkeit berechtigt 24/7 einfordern. Wenn man als Mama dann mal überfordert ist, darf man sich eigentlich nicht wundern, oder?

Letzte Woche erst hat es in mir einen lauten Knall gegeben. Ich bin praktisch explodiert, vor einer Freundin und Familie in Tränen ausgebrochen. Während das passiert ist wurde mir sofort klar, dass ich etwas an meinem Alltag ändern muss. Mehr Struktur, mehr Routine, mehr Pläne! Ich war schon immer der Typ Mensch, der im Chaos untergeht. Ich brauche Ordnung und geregelte Abläufe. Meine Kinder haben mir Spontanität beigebracht und Flexibilität, die ich immer wieder zulasse und auch selbst nutze, wofür ich ihnen sehr dankbar bin. Aber zu viel Unordnung macht mich auf gut österreichisch gesagt einfach narrisch.

Bleistift und Schreibtischunterlage von odernichtoderdoch.de*

Um also nicht weiter am Rad zu drehen, habe ich mir eine neue Strategie überlegt, die ich ab September leben werde. Sobald Maximilian die Eingewöhnung im Kindergarten gut hinter sich gebracht hat, wird mein Mama-Alltag etwas umgekrempelt und ich bin bereits jetzt, wo dieser Plan steht, so viel entspannter und wieder – wie soll ich sagen – mehr geerdet. Ich weiß, dass die harte Zeit mit zwei Kindern, die ich rund um die Uhr beaufsichtigen muss, bald vorbei ist. 3,5 Jahre Vollzeitmama zu sein war eine wunderschöne und erfüllende Aufgabe. Dennoch bin ich froh, dass ich ab September die Vormittage mit nur einem Kind verbringen werde, vor allem weil Alexander jetzt in ein Alter kommt, wo er wahnsinnig viel lernt, zum Beispiel Worte und unsere Sprache, motorische Fähigkeiten und so weiter.

Ich freue mich auf einen Herbst, wie ich ihn vor zwei Jahren mit Maximilian hatte, in dem ich mit meinem jüngsten Sohn basteln, malen und spazieren gehen kann. Einfach mal nur der Mini und ich, das wird wirklich wunderbar. Weil wir den großen Bruder dann aber mittags auch schon wieder vom Kindergarten abholen und wir dann ja auch etwas zu Essen brauchen und nachmittags wieder Action zu dritt angesagt ist, bis der Papa nach Hause kommt, habe ich mir einen Wochenplan mit passender Struktur für diese Zeit zurecht gelegt. Manche Vormittage sind fix in bestimmte Aufgaben gegliedert, zum Beispiel gehe ich mit Alexander dann immer am Dienstag einkaufen oder kümmere mich am Mittwoch um den Haushalt.

Mir ist schon bewusst, dass es immer wieder Tage geben wird, an denen mein Alltagsplan von einem kleinen Lauser über den Haufen geworfen wird. Das kenne ich ja noch zu gut von Maximilian, dennoch hilft mir ein kleiner „Fahrplan“ unter der Woche immens weiter, nicht zu schnell zu gestresst zu werden. Ich darf ja nicht vergessen, dass ich zwischendurch auch noch Blogbeiträge schreiben, Emails beantworten und Fotos knipsen muss. Ein Glück unterstützen mich meine Schwiegereltern ab sofort auch einmal die Woche und nehmen mir beide Kinder ab, sodass ich am Montag immer einen vollen Arbeitstag einlegen kann. Das bringt auch den Vorteil mit sich, dass wir jetzt die Wochenenden wieder mehr als Familie für uns haben, denn meistens habe ich das, was ich unter der Woche neben zwei Kindern nicht geschafft habe, an den Samstagen und Sonntagen erledigt und hatte dann genau keine Zeit zum Verschnaufen.

Ihr seht schon, ich freue mich auf ein neues Kapitel ab Herbst und etwas Umstrukturierung im Alltag. Welche Ziele ich mir gesetzt habe und mit welchen Tricks ich versuchen werde, zwischendurch nicht die Übersicht zu verlieren und meinen Alltag mit etwas Zeitmanagement besser zu managen, das verrate ich euch gleich. Vielleicht findet ihr ja auch ein paar nützliche Tipps, die euch weiterhelfen bzw. kann ich euch mit der einen oder anderen Hilfestellung inspirieren.

10 Tipps für mehr Organisation und Zeitmanagement im Mamaalltag

1. Wochenplan erstellen: Ich plane meine Woche nicht nur mittels Wochenspeiseplan, sondern auch anhand meiner To-Do’s und Termine. Diese notiere ich mir derzeit auf meiner neuen Schreibtischunterlage, die bereits in einen kleinen Wochenplaner und eine To-Do-Liste untergliedert ist. Neben dem Kalender auf meinem Smartphone, in dem ich Termine für die Familie eintrage und dabei auch meinem Mann Einladungen schicke, damit er informiert ist, was so bei uns passiert, ist dieses Hilfsmittel derzeit mein meist genutztes. Zwischendurch kommt es aber auch mal vor, dass ich den einen oder anderen Schmierzettel als kleine Notiz verwende, wenn ich mir Ideen für Blogbeiträge aufschreibe oder Besorgungen, die ich auf keinen Fall vergessen darf.

2. Fixe Tage einplanen: Wie bereits erwähnt plane ich die Wochentage fix ein, so ist Montag mein Arbeitstag, an dem beide Kinder bei den Großeltern sind. An diesem Tag erledige ich alles im Home Office, mache Einkäufe im Bastelladen oder knipse Fotos. Der Dienstag wird in Zukunft mein Einkaufstag, weil wir am Montag meist noch Reste vom Wochenende verbrauchen und ich ohne Kinder nicht so viel kochen muss.  Am Mittwoch und Donnerstag erledige ich kleinere Aufgaben im Haushalt. Am Freitag steht dann wieder der Wochenendeinkauf an, den ich entweder am Vormittag mit meinem jüngsten Sohn erledigen werde oder am Nachmittag als Familie mit Papa und meinem großen Sohn.

3. Einkäufe an zwei Tagen erledigen, statt mehrmals die Woche – spart Zeit und Geld! Wo wir schon beim Thema Einkaufen waren: Ich finde generell, dass es sich mehr lohnt, den Lebensmitteleinkauf zum Beispiel an zwei oder nur einem Tag zu erledigen, statt mehrmals die Woche in den Supermarkt zu hetzen. Das spart erstens Zeit und nebenbei auch noch Kosten, vor allem wenn man sich gut überlegt was man kauft und mit einem Wochenspeiseplan vorplant. Meistens kaufe ich sonst nämlich unnötige Dinge ein, die ich gar nicht brauche, nur weil ich gerade im Laden stehe. Das will ich zukünftig vermeiden und nur im Notfall oder dann, wenn ich ganz frisches Gemüse brauche, außertourlich zum Supermarkt laufen.

4. Haushalt aufteilen: Weil ich mit zwei Kindern, dem Blog und einem +100m² großem Haus samt Garten nicht an einem Tag fertig werde, teile ich mir den Haushalt zukünftig auf. Kleinere Aufgaben wie Staubsaugen, Aufräumen, Küche sauber halten usw. gehören ja sowieso zum täglichen Brot, aber Bügeln, Fensterputzen, Staubwischen und allgemein die Wäsche, kommen bei mir immer irgendwie zu kurz. Damit ich das vermeiden kann, übernehme ich nun jeden Mittwoch und Donnerstag eine Tätigkeit, die noch offen ist und konzentriere mich eine Woche aufs Obergeschoss, die nächste aufs Untergeschoss. Mal schauen, ob das klappt 😉

5. Praktische Apps nutzen: Eigentlich bin ich beim Thema To-Do-Listen oder Einkaufslisten ja ein Fan von analoger Schreibarbeit am Notizzettel. Manchmal helfen einem Apps aber auch weiter, gerade wenn der Mann auf dem Nachhauseweg von der Arbeit Besorgungen in der Drogerie machen kann und man nicht extra mit Kind und Kegel noch mal wegfahren muss. Für solche Fälle kann ich euch die App „Bring!“ empfehlen. Die App ermöglicht es euch, eine Einkaufsliste zu sharen, das heißt mit anderen Personen, die sich diese App aufs Smartphone downloaden können, zu teilen. Das Geniale daran: In Echtzeit kann jeder Nutzer besorgte Dinge abhaken, die dann unterhalb in der Kategorie „besorgt“ erscheinen oder aber man fügt Produkte hinzu, die besorgt werden sollen. Aufgabenverteilung war nie einfacher.

Einkaufsliste via odernichtoderdoch.de*

6. Hilfe annehmen und Aufgaben verteilen: Apropos Aufgabenverteilung… ich ertappe mich immer wieder dabei, zu denken, dass ich alles alleine schaffen muss und mir niemand helfen kann, was eigentlich kompletter Schwachsinn ist, denn es gibt Familie und Freunde, die mir gerne helfend unter die Arme greife, wenn ich es nur zulasse. Beispielsweise kann ich die Patentante von Alexander fragen, ob sie mir am Nachmittag mal auf beide Kinder schaut, um nebenbei im Haushalt etwas erledigen zu können. Für die Hilfe bedanke ich mich dann mit einem leckeren Kuchen oder Kaffee und schon hab ich eine Sache mehr erledigt und Raum für Zeit mit einer Freundin geschaffen.

7. Nicht zu viel zumuten: In den letzten drei Jahren habe ich – zugegeben – manchmal auf sehr schmerzvolle Weise gelernt, dass es wichtig ist, realistische Pläne zu setzen. Es bringt nichts, wenn ich mir oder meinen Kindern zu viel zumute. Wenn ich die Woche zu voll packe, bin ich am Ende nur noch erschöpft und gereizt, wodurch dann irgendwann kurzfristig der Haussegen schief hängt. Mit Kindern kann man eben nicht immer alles sofort erledigen und ist des Öfteren abhängig von deren Launen oder ob die Zwerge einfach mal ungeplant krank werden. Daher: Lieber ein paar Lücken lassen und den Tages- bzw. Wochenplan nicht zu streng schüren.

8. Pausen für Kinder einplanen: Gerade kleine Kinder machen meist eine Zeit lang bei allem Möglichen mit und beschweren sich nicht. Wenn es aber mal zu viel wird, dann merkt man das als Mama recht schnell: Die Kinder schlafen schlechter, wirken unausgeglichener oder werden einfach mal krank. Darum finde ich es auch wichtig, den eigenen Kindern ein bisschen Pause zu gönnen und nicht jeden Tag das volle Freizeitprogramm zu fahren. Deshalb versuche ich immer 2-3 Tage der Woche den Vormittag mit einem Spielplatzbesuch, dem Freibad oder einen Besuch bei Freunden/Familie zu füllen und zwei Tage – außerhalb des Wochenendes, unter sich und zuhause zu verbringen. Es gibt daheim auch genug Dinge, die man tun kann ohne ständig auf Achse zu sein, bei denen man den Nachwuchs nicht überfordert. Ich will mir also für die Zeit mit Alexander am Vormittag vornehmen, dass wir auch mal Pausen haben und nicht immer nur Trubel, um die Zeit zu zweit etwas zu genießen, ehe wir den großen Bruder vom Kindergarten abholen.

9. Prioritäten setzen: Ich ertappe mich immer wieder dabei, wie ich völlig im Multitastking-Mama-Modus am Rad drehe, weil ich am liebsten tausend Dinge gleichzeitig erledigen will, aber nirgendwo etwas weiter geht. Manchmal gibt es einfach zu viel zu tun und zu erledigen, wenn drei Geburtstage in der Familie anstehen, das Kind für den Kindergarten ein Gedicht üben will, der kleine Bruder einem das Lieblingsspielzeug lautstark präsentiert, der Mann keine frisch gebügelten Hemden mehr hat und einem selbst der Magen knurrt. Dann sollte man beginnen, Prioritäten zu setzen. Am besten im Schulnotensystem von 1 bis 5 oder A bis F – ganz wie man möchte.

10. Sich selbst etwas Gutes tun: Um bei all der Planung, Organisation und dem ganzen Zeitmanagement aber nicht auf mich zu vergessen, habe ich mir vorgenommen, ab September mindestens 1 Mal die Woche etwas zu tun, das mir gut tut. Sei es eine Pediküre im Beautysalon, ein Schaumbad am Abend mit Wein bei Kerzenschein, ein neues Buch, das ich mir kaufe und einfach mal tagsüber lese, wenn beide Kinder schlafen und ich eigentlich arbeiten sollte oder ein Friseurbesuch. Ich bin mir sicher, mir fällt da schon etwas ein, für ein kleines bisschen Me-Time. Denn damit das hier alles so funktioniert, wie ich es mir vornehme, darf ich einfach nicht auf mich selbst vergessen.

Wow, das sind ja ganz schön viele Tipps und ich hoffe, dass ich mich in Zukunft daran halten kann, um den Mamaalltag etwas besser zu organisieren sowie dadurch mehr Zeit für meine Kinder und auch für mich rauszuholen. Wie ist das denn bei euch? Seid ihr mehr die Planer oder lebt ihr eher drauf los? Führt ihr einen Wochenplan bzw. auch To-Do-Listen oder habt ihr alles in euren Köpfen gespeichert? Es würde mich wirklich wahnsinnig interessieren, wie ihr Mamas da draußen euren Alltag so rockt – vor allem auch die Mehrfachmamas.

Alles Liebe,

 

 

 

 

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9 Kommentare

  1. 10. August 2017 / 9:06

    Also ich war schon immer ein Chaosmensch, aber gleichzeitig ein Listenfreak 😁 Hab immer Einkaufs-, Todo-, Ideen-Listen usw… Und sobald sich das Leben mit unserer Miss Anhänglich ein bissl besser eingespielt hat, werd ich mir auch wieder einen Wochenplan anlegen. Essen plane ich sowieso immer gleich für 3-4 Tage, will aber zusätzlich demnächst wieder auf den Wochenmarkt gehen für zusätzliche Ideen 😁

    • Sabrina Sterntal
      11. August 2017 / 22:38

      Hehe, dann hast du quasi das geordnete Chaos 😉 sowas soll es ja auch geben! Die Idee mit dem Wochenplaner finde ich wirklich genial, schön, wenn du jetzt auch Lust darauf bekommen hast. Viel Spaß beim Planen 🙂

  2. Katharina
    11. August 2017 / 8:14

    Danke für die vielen Tipps! Seit ich Mama bin, versuche ich auch alles etwas mehr zu strukturieren, aber auch entspannter zu werden, was den Haushalt angeht. 🙈

    Der Punkt mit der Me-Time gefällt mir sehr. Man sollte viel öfter versuchen einfach mal was für sich zu tun. 🙂

    Lg

    • Sabrina Sterntal
      11. August 2017 / 22:12

      Gerne doch, freut mich, wenn ich weiterhelfen kann und unbedingt, die Me-Time darf man nicht vergessen, vor allem weil das mit einem Kind meist noch leichter umzusetzen ist, als mit zwei. Also, immer etwas Zeit für sich genießen :-). Alles Liebe, Sabrina

  3. 11. August 2017 / 8:49

    Die Bring App nutzen wir auch und ist super. So kaufen ein Mann und ich nicht mehr so viel
    Doppelt Bzw kann auch ab und zu etwas von unterwegs mitgebracht werden 🙂

    • Sabrina Sterntal
      11. August 2017 / 22:10

      Ja, gerade unterwegs finde ich das super. Wenn ich weiß dass mein Mann zB Lebensmittel holt oder bei ner Drogerie vorbeifährt, kann ich alles in Bring eintragen, ohne ihm 10 Whats App Nachrichten schicken zu müssen, weil mir ständig was Neues einfällt :-D. Hehe!

    • Sabrina Sterntal
      11. August 2017 / 22:10

      Ja, gerade unterwegs finde ich das super. Wenn ich weiß dass mein Mann zB Lebensmittel holt oder bei ner Drogerie vorbeifährt, kann ich alles in Bring eintragen, ohne ihm 10 Whats App Nachrichten schicken zu müssen, weil mir ständig was Neues einfällt :-D. Hehe!

  4. Karin
    13. August 2017 / 8:06

    Ich bin ja ein Mensch, der im Chaos untergeht und dann schnell gereizt und grantig wird. Deshalb arbeite ich auch mit Wochenspeiseplan und ToDo Listen. Eingekauft wird bei uns meistens zweimal die Woche. Die Wäsche erledige ich am Wochenende, fülle aber auch zwischendurch mal eine Maschine, je nach Bedarf. Das mit dem Putzen ist so eine Sache … Staubsaugen, Küche sauber halten, aufräumen geht so nebenbei. Größere oder zeitintensivere Arbeiten wie Bad putzen oder wischen steht dann auf der ToDo Liste 😉 und wird erledigt, wenn sich ein „Zeitloch“ ergibt … zB wenn mein 8jähriger Sohn bei einem Freund zu Besuch ist. Lg

    • Sabrina Sterntal
      14. August 2017 / 12:16

      Liebe Karin, ja tagsüber erledige ich so Sachen wie Staubsaugen, Küche zusammenräumen und generell Ordnung schaffen auch, wenn immer sich ein Zeitfenster ergibt….aber Badputzen und Co. das will leider eingeplant sein. Schön, dass du auch so ein Mensch bist, der wie ich in Chaos nicht überleben kann :-D. Das beruhig mich dann doch etwas ;-). Danke für dein feedback und alles Liebe, Sabrina

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