FAMILYLIFE | Oh happy day – Taufe vom kleinen Bruder

Oh, wie schön war doch die Taufe unseres Sohnes Alexander. Vergangenen Samstag haben wir unseren jüngsten Sohn und Maximilians kleinen Bruder in der selben Kirche, in welcher mein Mann und ich uns auch das Ja-Wort gegeben haben und bereits vor zwei Jahren Max getauft wurde (hier), feiern lassen.

Die Taufe Ende Oktober zu feiern, war anfangs nicht geplant, da ich Alexander gerne noch im Spätsommer taufen lassen wollte. Weil sich die Terminfindung aber etwas schwer gestaltete, da die Taufpatin vom Mini beruflich auch am Wochenende eingesetzt ist und mein Mann ja auch noch für sein Masterstudium freitags und samstags die Uni besucht, hat sich alles etwas verzögert. Ich hatte dann die Wahl zwischen dem 29.10 und dem 12.11 und habe mich, von meiner Intuition geleitet, für das erste Datum entschieden. Erst ein paar Wochen später wurde mir bewusst, dass dieses Datum ein ganz besonderes ist…

Wichtige Daten merke ich mir bestimmt mein Leben lang. So bin ich mit meinem Mann an meinem Geburtstag vor acht Jahren zusammen gekommen. Am 7. April 2012 haben wir uns verlobt und am 17. August 2013 geheiratet. Ein paar Tage später hatte ich einen positiven Schwangerschafstest in der Hand. Unser erstes kleines Wunder machte sich auf den Weg und wurde am 26. April 2014 geboren. Eineinhalb Jahre später stand ich morgens auf und folgte einem ganz bestimmten Gefühl von Hoffnung und Überzeugung. Wir bastelten nun schon seit fünf Monaten an einem Geschwisterchen für Max. Keine lange Zeit, gewiss nicht. Wenn man aber beim ersten Kind bereits im ersten Übungszyklus schwanger wird, dann erwartet man blöderweise irgenwie von sich selbst, dass es auch bei einer Wiederholung genauso rasch klappt. Ich hatte also an diesem Tag vor einem Jahr gehofft, dass der Schwangerschaftstest positiv sein würde.

Unter nervöser Vorfreude schnappte ich mir einen Test und wartete auf das Ergebnis, während ich mir leise zuflüsterte, dass es wahrscheinlich wieder nicht geklappt hatte. Ich beruhigte mich indem ich mir selbst gut zuredete, dass wir noch genügend Zeit für ein zweites Baby hätten. Tick Tack…die Sekunden, die während dem Warten verstrichen, zogen sich dahin und als ich einen raschen Blick auf den Test warf, konnte ich meinen Augen kaum trauen. Zwei Striche! ZWEI Striche. Schwanger. Dieses Gefühl, dieses Glück, diese  Liebe ab der ersten Sekunde sind etwas Besonders. Ich bin unendlich dankbar für zwei gesunde Kinder und zwei einfache Schwangerschaften. Bei Gott, ich weiß, dass das nicht selbstverständlich ist. Gerade deshalb weiß ich es sehr zu schätzen und bin in meinem tiefsten Inneren unendlich dankbar. Am 29.10.2015 war der Schwangerschaftest also positiv und genau ein Jahr später feierten wir am vergangenem Samstag die Taufe von Alexander, der nun schon knapp vier Monate alt ist. Wir hätten uns kein schöneres Datum für diesen besonderen Tag aussuchen können und so feierten wir im Kreise der engsten Familie. 

Wie war sie nun aber, die Taufe unseres zweiten Sohnes? Anders als die Feierlichkeit vom großen Bruder auf jedenfall, denn dieser zeigte damals schon sein lebendiges Naturell, zappelte auf dem Arm seines Taufpaten herum, machte sich mit lautem Weinen bemerkbar und konnte sich mit dem Wasser, das symbolisch für das Sakrament der Taufe auf seinem Hinterkopf gegossen wurde, wenig anfreunden. Alexander hingegen machte die ganzen 30 Minuten über nicht einen Mucks. Wir waren selbst alle ganz baff, dass der Mini bei seiner Taufe so unglaublich ruhig war. Völlig gelassen und entspannt macht er es sich auf den Armen seiner Taufpatin gemütlich, beobachtete die Gäste, lauschte andächtig den Fürbitten seiner Familie und verzog auch bei der Chrisalm Salbung keine Miene. 

Insgesamt feierten wir am Samstag eine sehr ruhige aber dennoch berührende Zeremonie. Maximilian beäugte das Geschehen ganz fasziniert und zeigte sich an diesem Tag ebenfalls von einer ruhigen, beinahe schüchternen Seite. Als der Pfarrer Alexander mit dem Taufwasser übergossen hatte, forderte der große Bruder lautstark “Noch mehr!”, was uns alle herzhaft zum Lachen brachte. Zum Schluss entzündete mein Mann die Taufkerze an der Osterkerze, es folgten noch ein paar Familien- und Gruppenfotos in den Kreuzgängen der Kirche und anschließend machten wir uns auf den Weg zum Heurigen.

Von all dem Tumult um seine kleine Person sichtlich erschöpft, schlief der kleine Täufling dann auch schon ein, während wir bis zum frühen Nachmittag gemeinsam mit Groß- und Urgroßeltern, Tanten und Onkeln sowie meiner lieben Freundin und Taufpatin Astrid plauderten und feierten.

Für die Fotos ist übrigens ein ganz tolles Team zuständig, das auch schon unsere Hochzeit und Maximilians Taufe auf Video festgehalten hat, nämlich GUTTMANNcine – Film & Foto. Wenn ihr also in der Nähe wohnt und eine Feierlichkeit ebenfalls von einem professionelen Foto- und Videograf festhalten lassen wollt, kann ich euch Christian und Alex wärmstens empfehlen.

Für mich als Mama war an diesem Tauftag das wohl Faszinierendste mitzuerleben, wie unterschiedlich meine beiden Söhne schon in so einem jungen Alter sind. Ich weiß natürlich schon länger, dass Max der wilde, fordernde, laute und lebhafte Sprößling unserer Familie ist und Alex hingegen ruhiger, bedächtiger und um vieles entspannter in diese Welt gekommen ist. Dennoch, der direkte Vergleich wärmt mein Herz, denn ich finde es ganz toll, dass beide unterschiedliche Eigenschaften entwickeln, aber dennoch gemeinsam als Brüder aufwachsen werden. Wo Maximilian seinem ruhigen Bruder etwas Feuer unterm Hintern machen kann, bringt Alexanders Gelassenheit dem Wildling unser Familie vielleicht etwas mehr Bedacht bei.

In wenigen Tagen wird Alexander auch schon vier Monate. Die Zeit vergeht einfach so schnell und ich versuche jeden Moment zu genießen, weshalb ich mir nun auch ein paar Tage Auszeit vom Bloggen genommen habe. Es ist nicht viel, aber es war bitter nötig, um für meine Familie da zu sein. Immer nur zu arbeiten bringt einem die schönen verpassten Momente ja nicht wieder. Ich freue mich nun, nachdem wir die Tauffeier erfolgreich hinter uns gebracht haben, auf den baldigen dreißigsten Geburtstag meines Mannes und eine schöne Advent- und Weihnachtszeit zu viert.

In den nächsten Tagen gibt es noch zwei weitere Beiträge zur Taufe, nämlich zum Sweet Table der Feier beim Heurigen. Ich habe nämlich einen Semi-Naked Woodland Cake sowie ein paar Waldtierkekse als Gastgeschenk gebacken. Und diese Rezepte will ich euch natürlich nicht vorenthalten.

Werden eure Kinder getauft? Wenn ja, schon als Baby oder lieber erst, wenn sie etwas größer sind und mehr davon mitbekomen?

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