MAMATALK7 | Mama-Momente: Mitten ins Herz, durch Mark und Bein

Noch nie bin ich so sehr an meine Grenzen gekommen, sowohl mit wundervollen als auch kräftezehrenden Momenten, als in den vergangenen zwei Jahren. Das Leben als Mama ist ganz individuell, bei jeder Frau anders und kaum zu vergleichen. Dennoch gibt es diese speziellen Mama-Momente, die viele von uns mit gleicher Intensität empfinden. Augenblicke, die einem den Atem stocken lassen, die Sprache verschlagen, Tränen in die Augen steigen und Knie butterweich werden lassen. Diesen Monat erzählen sieben Mamas im mama talk – one week seven moms, was sie in den letzten Monaten oder Jahren besonders berührt hat und was für immer unvergesslich bleibt.

 
9 Monate voller Vorbereitungen und plötzlich ist doch alles ganz anders…

Niemand kann dich auf das vorbereiten, was du fühlst, wenn du plötzlich Mama bist. Unsagbar viele schöne, berührende, angsteinflößende, verzweifelnde und nervende Momente, die dich von nun an ein Leben lang begleiten werden. Sobald du ein Kind in diese Welt geboren hast, verändert dich das komplett. Aber nicht sofort oder gleich nach der Geburt, sondern täglich ein kleines Stückchen. Ich weiß noch genau wie ängstlich ich anfangs war, weil ich keinen „Mutterinstinkt“ hatte. Jeder sagte mir, dass ich schon wüsste was das Beste für mein Kind wäre, aber das stimmte nicht. Man muss einfach mal was ausprobieren, sich trauen, über den eigenen Schatten springen, loslassen und doch ganz festhalten. Ein Zwiespalt, in dem ich mich vor allem im ersten halben Jahr mit Max befand. Ich empfand so viel Liebe und Sorge wie noch nie in meinem Leben und bin dankbar für diese sehr lehrreiche und einzigartige Zeit als frisch gebackene Mama. Nun steht mir zum wiederholten Mal eine neue Herausforderung als Mama bevor, denn in drei Wochen erwarten wir ein Geschwisterchen. Erneut darf ich ein Kind zur Welt bringen und ich bin schon sehr gespannt auf all das, was mich und meine kleine Familie dann erwartet. Heute möchte ich aber vorerst ein paar bereits erlebte Mama-Momente mit euch Revue passieren lassen, die mitten ins Herz und durch Mark und Bein gingen.


Ein kleiner Mensch kommt auf die Welt

Keine Frage, einer der emotionalsten und prägendsten Momente für Mamas ist die Geburt des eigenen Kindes. Schon die Schwangerschaft ist eine unbeschreiblich schöne Sache, aber die Geburt toppt dies noch einmal. Ich schätze mich glücklich, dass ich mich immer wieder mit positiven Erinnerungen an den Tag zurückdenke, an dem unser Sohn Max das Licht der Welt erblickt hat.  Die Zeit stand still, ich hatte keine Gedanken an nichts, alles war in weißes angenehmes Rauschen gehüllt und ich starrte ungläubig auf dieses kleine Bündel Mensch, das auf meiner Brust lag. So unbeschreiblich fesselnd, so unbeschreiblich berührend.

Viele erste Male

Stillen, Windelwechseln, Baden, Schreiphasen, Lächeln und lautes Lachen, Glucksen, Drehungen, Sitzversuche, Robben und Krabbeln, Hochziehen, Stehen, Gehen und Mama sagen – jedes der genannten ersten Male ist ein ganz besonderer Moment, der sich tief und fest in dein Herz und Gedächtnis brennt. Sich für immer dort abspeichert und auch Mitten ins Herz geht. Ich weiß noch genau, wie ich mich bei den ersten Schritten gefreut habe, wie stolz ich war, als Max ganz alleine und ohne Hilfe einen Teller Suppe gegessen hat oder wie besorgt ich war, als wir das erste Mal ins Krankenhaus fahren mussten, weil der kleine Zwerg eine Mandelentzündung hatte. Es gibt so viele erste Male im Alltag mit Kind und als Mama, die berühren und für immer unvergesslich bleiben. Wichtig ist, immer an den schönen Momenten festzuhalten, wenn im Alltag mal etwas nicht so gut läuft, aber auch die schlechten Momente nicht zu ignorieren, denn diese haben sehr wohl einen Sinn: Du entwickelst dich dann – oft unbemerkt – als Mama weiter und dein Kind ebenso. Ein Prozess, der gerade in den ersten Lebensjahren so wichtig und intensiv ist. Eine ständige Weiterentwicklung auf beiden Seiten, denn dein Kind lernt von dir und du lernst von deinem Kind oder deinen Kindern.

„Mama, hab – lieb!“ 

Ein kleiner Mensch, von dir geboren, liebt dich immer, auch wenn du mal nicht so gut drauf bist oder lauter wirst, wenn dir der Geduldsfaden reißt, weil ein Trotzanfall den nächsten jagt. Genauso sehr wie du ihn liebst, für immer! Und wenn du dann das erste Mal hörst, dass dich dein kleiner Wirbelwind lieb hat, dann bist du den Tränen nahe. Wenn er deine Hand nimmt oder besorgt schaut, wenn du wirklich einmal weinen musst oder er sich auf dem Sofa an dich kuschelt, dir über den Arm streichelt, wenn du ihn abends in den Schlaf trägst oder wenn er lautstark mit dir lacht – Momente, in denen dir dein Kind seine Liebe zeigt, sind immer etwas ganz besonders und Balsam für die Seele einer Mama. Jede einzelne dieser erlebten Begebenheiten geht für mich mitten ins Herz und ist einfach unvergesslich schön.

„Nein!“ „Nein, später erst!“ „Oja, sicher!“ – Ich will nicht, was du willst, Mama!

Und dann gibt es da diese Momente, die durch Mark und Bein gehen. Augenblicke, in denen du dich ärgerst, genervt bist oder sogar kurz Wut in dir aufflammt. Sekunden oder Minuten in denen du verzweifelst, einfach nur mal kurz aus der Tür gehen und laut schreien willst. Oder Momente, an denen eine eiskalte Hand vor Sorge dein Herz umklammert, dich Panik überkommt und du Berge versetzten würdest, um deinem weinenden oder kranken Kind zu helfen. Denn nicht immer ist alles gut, sondern auch mal echt scheiße oder anstrengend. Wenn du kaum noch zählen kannst, wie oft du „Nein“ an einem Tag gesagt hast und wie oft das „Nein“ aber auch wieder retour kam. Maximilians trotzige Steigerungsstufe ist aktuell „Oje, sicher!“ bzw. „Nein später“, wenn er etwas gar nicht will und das kann auch schon mal so eine simple Sache wie das Wickeln oder das Mundabwischen nach dem Essen sein. Kleine Situationen im Alltag, die dich über den Tag hinweg begleiten und am Abend vor Erschöpfung auf dem Sofa zusammensacken lassen. Auch diese Mama-Momente gibt es und ich will sie nicht missen, denn wir lernen dadurch als Team, Mama und Sohn, zusammen zu arbeiten und finden immer einen Weg, einen gemeinsamen Nenner.

Wie es dann mit zwei kleinen Lausbuben wird, das bleibt spannend und macht mir an manchen Tagen wirklich Angst, aber dennoch freue ich mich auf diese Erfahrungen und Begebenheiten als Zweifach-Mama. Wie ihr seht ist es wirklich schwierig, sich nur auf ein oder zwei besondere Momente als Mama zu beziehen, da einfach so viele erlebte Situationen das Leben als Mama zu etwas Besonderem machen. Ich freue mich auf alles was noch kommt! Die anderen Mamas haben bereits fleißig ihre Mama-Momente gepostet oder tun dies noch morgen. Hier kommt ihr auf deren Blogs:

Montag – Isabelle
Dienstag – Frauke
Mittwoch – Bea
Donnerstag – Nathalie
Freitag – Bell
Samstag – Sabrina
Sonntag – Isy

Was sind eure ganz besonders schönen oder auch nicht so schönen, aber dennoch sehr wichtigen Mama-Momente?

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